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Apelern Oberstufenschüler in den Schnellbus
Schaumburg Rodenberg Apelern Oberstufenschüler in den Schnellbus
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20:04 07.12.2012
Apelern/Landkreis (gus)

LNVG-Pressesprecher Rainer Peters bestätigte auf Anfrage die entsprechenden Informationen dieser Zeitung. Demnach sei das Verweigern einer Mitnahme seitens der Busfahrer auf der GVH-Schnellbuslinie „beförderungsrechtlich“ nicht gedeckt. Es bestehe grundsätzlich eine Beförderungspflicht. Soll heißen: Kein Busfahrer kann einen Schüler mit gültigem Ticket an einer Haltestelle stehen lassen.
Dies darf ein Busfahrer nach Peters Worten erst dann, wenn der Bus voll ist. Allerdings war Apelerner Oberstufenschülern, auf deren Tickets eindeutig auch die Linie 2602 vermerkt ist, der Zustieg in den Schnellbus verweigert worden, obwohl dieser eine komfortable – weil leere – Alternative zur überfüllten Linie 2015 bot. Dies hatte SVG-Betriebsleiter Dirk Nolte damit begründet, dass der Schnellbus ab Rodenberg zu voll für die Fahrgäste würde, die bis Haste und Hannover reisen wollen, wenn alle Oberstufenschüler darin Platz nähmen.
Diese Begründung hat die LVNG kassiert, nachdem die Aufsichtsbehörde für den Linienverkehr in Niedersachsen von den Eltern entsprechend informiert worden war. Der Hinweis auf zu erwartende Fülle im Bus ist laut Peters nicht ausreichend, um jemanden an einer Haltestelle stehen zu lassen. Umgesetzt werde die neue Regelung im Absprache mit der SVG zum Fahrplanwechsel – der wird am Sonntag vollzogen.
Die Apelerner Eltern freuen sich über den Teilerfolg. Doch auch das Problem auf der Linie 2015 wollen sie weiterhin nicht akzeptieren. Dass Schüler vor der Absperrung im Bereich zwischen Fahrersitz und Tür stehen müssen, sei nicht akzeptabel, sagte ein Vater gegenüber dieser Zeitung.