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Apelern Platz für eine neue Praxis
Schaumburg Rodenberg Apelern Platz für eine neue Praxis
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00:16 20.07.2016
Auf jeden Fall mit Arztpraxis: Bürgermeister Günter Knief und Arzt Wolfgang Tilgner (rechts) vor der abzureißenden Schünemann-Scheune. Quelle: nah
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APELERN/LAUENAU.

Anstelle von Wohngebäude und Scheune wird ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen (wir berichteten). „Die spätere Größe hängt von der Nachfrage ab“, betont Knief.
Auf jeden Fall soll die Immobilie eine Arztpraxis aufnehmen, um die medizinische Versorgung in der Gemeinde langfristig zu sichern. Deshalb hatte sich der Ratsvorsitzende jetzt auch mit Wolfgang Tilgner getroffen, der seit fast 30 Jahren hiesige Patienten betreut. Allerdings denkt der inzwischen 66-Jährige an den Eintritt in den Ruhestand. Diesen jedoch will er an den kommunalen Plänen ausrichten.
Für die Gemeinde sieht der Fahrplan so aus: Anfang 2017 muss das Projekt zur Förderung durch das laufende Dorferneuerungsprogramm eingereicht werden. Wenn dann im späten Frühjahr die Bewilligung des Vorhabens erfolgt, könnte 2018 der Neubau bezogen werden. Knief frohlockt bei diesem Gedanken: „Und das an einem solchen Standort in der Ortsmitte“, sagt er.
Besonders gut wäre es, wenn sich ein Nahversorger fände, der mit in das Haus einzieht. Ein lokales Lebensmittelangebot steht schon lange ganz obenan auf der Wunschliste des Rates. „Aber wir sind für alles offen“, lässt Knief das Interesse auch anderer gewerblicher Nutzer gelten.
Für seine eigene Zukunft sowie die der neuen ärztlichen Niederlassung sieht Tilgner schon die Weichen gestellt: Am 1. August tritt nach seinen Angaben zunächst Dr. Nazli Schneider als Weiterbildungsassistentin ein, die vor der Zulassung als Fachärztin für Allgemeinmedizin steht. Die Ärztin verlässt damit die gerade erst neu eröffnete Gemeinschaftspraxis im Lauenauer Gewerbepark. Maren Sucker-Henke und Dennis Schneider hatten diese eröffnet und dessen Ehefrau mit aufgenommen.
Sucker-Henke bestätigte auf Anfrage, dass sie sich bereits auf die Suche nach personellem Ersatz begeben hat. Bis auf ihre in Kürze ausscheidende Kollegin „macht das bislang bewährte Team weiter“, betonte sie. Eine Dreier-Kombination, wie sie am neuen Standort begonnen worden war, sei jedoch weiterhin ihr Ziel. Und sie richtete einen Blick auf den Rest der bislang noch leer stehenden Etage in der ehemaligen Fabrikhalle: „Wenn sich hier ein Facharzt niederlassen könnte, wäre das noch besser“, so Sucker-Henke. nah

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