Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Platznot im Schulbus

Apelern / Eltern kritisieren Zustände Platznot im Schulbus

Überfüllt oder nicht überfüllt? Das ist hier die Frage: Eltern aus Apelern haben sich bei dieser Zeitung über die Zustände beim Schülertransport in Richtung Bad Nenndorf beschwert. Die zuständige Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) wiegelt ab: alles im Rahmen des Vertretbaren.

Apelern (gus). Vertretbar, das bedeutet bis zu 85 Schüler in einem normalen Linienbus, wie SVG-Betriebsleiter Dirk Nolte erklärt. Bei der SVG gelte eine Grenze von 80. „Darüber wird es unangenehm“, so Nolte. Dass mehr Jungen und Mädchen mit der Linie 2015 von Lauenau, Apelern und Rodenberg aus nach Bad Nenndorf zum Unterricht transportiert werden müssen, ist kein Geheimnis. Immerhin verkehrt ein sogenannter Gelenkbus auf der Linie, um das Passagieraufkommen zu fassen.
Aus Sicht Apelerner Eltern genügt aber auch der „Ziehharmonikabus“ nicht, wenn morgens um 7.20 Uhr zwischen 15 und 20 Schüler an der Haltestelle in der Ortsmitte auf Mitnahme warten. Drängeln und Quetschen sei an der Tagesordnung, nicht selten müssten sich die zuletzt Eingestiegenen Mühe geben, ihre Rucksäcke heil in den Bus zu bekommen.
Von Sitzplätzen können die Apelerner nur träumen, auch beim Stehen wird es eng, schildern die Betroffenen. An manchen Tagen sei das Platzangebot derart ausgeschöpft, dass die Busfahrer an den folgenden Haltestellen in Rodenberg gar nicht mehr stoppen.
Diese Darstellung weist Nolte zurück. Er kenne die Beschwerden aus Apelern und habe Mitarbeiter mehrfach losgeschickt, um die Situation in dem Ort zu prüfen. Seine Kollegen hätten berichtet, dass in dem Bus schon noch Platz sei, und zwar im hinteren Teil des Fahrzeugs. Allerdings staue es sich im vorderen Bereich. Dass Fahrer an späteren Haltestellen nicht stoppen, ist Nolte nicht bekannt, er räumt aber ein, dass die Rodenberger Schüler mehrere Busse zur Auswahl haben.
Den Eltern aus Apelern ist die Situation dennoch ein Graus. Zumal an manchen Tagen auch Schüler an den Haltestellen zurückblieben. „Wir wissen morgens nicht, wie unsere Kinder zur Schule kommen“, sagt eine der Betroffenen. Und ein Vater verweist auf die Gefahren für in Bussen stehende Kinder. „Muss erst etwas passieren?“, fragt er. Nolte entgegnet, dass es sich dabei um ein generelles Problem der Personenbeförderung handelt.
Hinzu kommt aus Sicht der Eltern ein Problem mit der Anerkennung von Fahrkarten. Ab der Oberstufe müssen die Schüler selbst zahlen, eine junge Apelernerin verfügt über ein Ticket, dass die Nutzung der Linie 2015 und der Schnellbuslinie 2602 ausweist. Doch meist wird das Mädchen in den deutlich weniger vollen 2602er-Bussen nicht mitgenommen. Das ist Absicht, der Schnellbus werde sonst später zu voll, so Nolte. Dass das Ticket für beide Linien ausgestellt wurde, müsse ein Fehler sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg