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Politik diskutiert abgespeckte Skatebahn

Apelern Politik diskutiert abgespeckte Skatebahn

Ziemlich überrascht haben sich die Mitglieder des Apelerner Ausschusses für Sport, Soziales und Fremdenverkehr von den hohen Kosten für eine Skatebahn gezeigt.

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Hier, im hinteren Bereich des Spielplatzes, könnte die Skateanlage entstehen. Weiter vorne, im Bereich der Seilbahn, wäre eine Anlieferung der Geräte wegen des Untergrunds kaum möglich.

Quelle: kle

Apelern. Selbst das günstigere Angebot liegt immer noch bei 40.000 Euro – einer Summe, die das Budget der Gemeinde für das Projekt in den Augen der Ratsleute klar übersteigt. Zusammen mit den Jugendlichen, deren Ideen die Basis für die Angebote lieferten, soll nun über eine „abgespeckte“ Version der neuen Anlage diskutiert werden.

Die Idee zu einer Skatebahn entstand aus der Überlegung, wie der marode Spielplatz hinter dem Feuerwehrhaus wieder attraktiver gestaltet werden könnte. Einige Jungen aus dem Umkreis machten sich in diesem Zusammenhang für eine Sportanlage stark, die auch Spaß für BMX-Biker bietet. Denn in Rodenberg und Lauenau kämen nur Skateboarder auf ihre Kosten.

In Anbetracht der hohen Kosten ruderten die Ausschussmitglieder mit ihrer Begeisterung aber wieder ein großes Stück zurück und betrachteten das Vorhaben nun kritischer. Andreas Kölle (SPD) hegte auch Zweifel daran, ob es am Ende überhaupt bei den genannten Preisen bleibe, denn im Ausdruck der Firma stehe klar: „Ohne Betonfläche zwischen den Elementen“. „Da sind schon alle möglichen Gemeinden mit auf die Nase gefallen“, mahnte er. Gemeindedirektor Sven Janisch zufolge ist das aber mit der Firma abgesprochen, das Betonieren sei inklusive.

Zudem regte Kölle an, ob der Platz an der Kläranlage, den einige Biker jetzt schon als Alternativfläche nutzen, nicht doch als Standort für eine Skatebahn infrage käme. In dem Fall müsste das Gelände dann aber komplett spielplatzgerecht hergerichtet werden, warnte Janisch. Damit wäre die Gemeinde auch wieder bei einer Investitionssumme von 35.000 bis 50.000 Euro.

Ein mögliches Konfliktpotenzial zwischen Sportlern und Anliegern sprach Isabell Nowak (CDU) an. Da die Fläche am Feuerwehrhaus aber schon immer als Spielplatz ausgewiesen war, müssten die Anwohner mit einer gewissen Lärmemission, die auch bei spielenden Kindern entsteht, immer rechnen und klarkommen, so Janisch.

Karl-Heinz Thum (SPD) äußerte schließlich noch seine Befürchtung, dass eine so teure Investition irgendwann ungenutzt herumstehen könnte, denn BMX-Fahren sei ja nun doch etwas sehr Spezielles. „Von wie vielen Jugendlichen reden wir denn hier?“, wollte er wissen. Nach Angaben von Hannes Struckmeier, der das Konzept der Jugendlichen miterarbeitet hatte, sind es ungefähr 15 bis 20 Stück. Nach Wunsch der Politiker sollen nun alle Beteiligten das Thema einmal gemeinsam besprechen.

Janisch schlug vor, das Weglassen diverser Elemente in Betracht zu ziehen – im Speziellen derer, die nur für Skateboarder interessant sind. Kölle brachte außerdem die Möglichkeit günstigerer mobiler Geräte – Kostenpunkt: 10.000 Euro – ein. kle

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