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„Südlink“: „Skurrile Dinge“ gehen vor

Neujahrsempfang im Gemeindehaus „Südlink“: „Skurrile Dinge“ gehen vor

Gut 60 Bürger haben sich beim Apelerner Neujahrsempfang im Gemeindehaus vor allem mit dem momentan alles beherrschenden Thema „Südlink“ befasst. Aber auch die Sorgen und die Pläne der Kirchengemeinde kamen zur Sprache.

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In der Tagespflege neben der Kirche soll eine behindertengerechte Toilette installiert werden.

Quelle: gus

Apelern. Bürgermeister Günter Knief zeigte eine Karte mit dem möglichen Verlauf der „Südlink“-Stromtrasse. Noch bestehe die Chance, dass die Gemeinde „davonkommt“, aber die Trassenpläne seien eine ernst zu nehmende Gefahr. Am stärksten betroffen vom „Südlink“ wäre Reinsdorf, fügte Gemeindedirektor Sven Janisch hinzu.
Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla sagte, es gebe keine Argumente, die für die Schaumburger Trassenführung anstelle der zuvor favorisierten Verläufe sprechen. Eingangs sei die Schaumburger Variante als unwirtschaftlichste abgetan worden, doch nach Protesten in den anderen Gebieten habe der Weg durch die Samtgemeinden Rodenberg, Nenndorf und Lindhorst nun sogar höchste Priorität. „Skurrile Dinge“ seien bei den bisherigen Planungen geschehen, sagte Hudalla, ohne konkret zu werden. Mit Nachdruck wurde für Unterschriftensammlungen geworben.
Pastorin Anette Sieling wünschte sich mehr Besucher in den Gottesdiensten. Es gebe zwar welche mit 50 und mehr Gemeindemitgliedern, doch oft seien es nur zehn – und fünf davon seien Konfirmanden. Zudem brauche die Kirchengemeinde ehrenamtliche Helfer, unter anderem zur Betreuung der Kindergottesdienste. Darüber hinaus sucht der Kirchenchor stets Verstärkung. „Und eine Nachfolgerin für mich“, ergänzte Kantorin Ingrid Heine, die bereits 2013 ihren Abschied angekündigt hatte.
Im Festgottesdienst zu Epiphanias, den der Männergesangverein mit großer stimmlicher Qualität bereicherte, hatte Pastorin Sieling zuvor über trügerischen Schein gesprochen. Schon die Heiligen drei Könige seien zunächst irrigerweise zum Palast von Herodes gegangen, ehe sie den richtigen Weg zum Jesuskind einschlugen. Und auch heute sei der Heiland wohl seltener in Palästen als unter den vielen Flüchtlingen oder an der Seite eines Bettlers zu finden.
Sieling kündigte mehrere Feiern an. Der Lindhorster Gospelchor „Rhythm & Joy“ gastiert beispielsweise am 18. April in Apelern. Ein Konzert mit einer südamerikanischen Gruppe ist für Pfingsten geplant. Am 6. September kommt das „Ensemble Musica Antica“. Gemeinsam mit der St.-Jacobi-Gemeinde Rodenberg wollen die Apelerner einen Himmelfahrtsgottesdienst an der Mühle feiern. „Wenn es das Wetter zulässt“, schob die Pastorin nach.
Janisch kündigte weitere Sanierungen in der Gemeinde an. Auch eine Toilette, die sich der Kirchenvorstand schon lange wünsche, könne wohl im Gebäude der Tagespflege installiert werden. Ende Januar soll es neue Informationen zur Internetversorgung geben. Der Landkreis plane dazu eine Veranstaltung in Apelern.
Und Janisch blickte bereits auf 2016 voraus: Dann wird Apelern 1150 Jahre alt. Vorschläge für Veranstaltungen und sonstige Beiträge zu diesem Jubiläum seien willkommen.

gus

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