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Unter Königen findet sich stets ein Kaiser

Reinsdorf / Jubiläum Unter Königen findet sich stets ein Kaiser

In der Reinsdorfer Schützenkameradschaft (SK) sind zu manchen Zeiten nicht nur Pappscheiben getroffen worden. Das verrät eine umfangreiche Broschüre, die in wenigen Tagen an Einwohner und Besucher des Jubiläumsfests verteilt wird.

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Für die Kamera hat Claus Adler das hölzerne Buch schon geöffnet: Er will es beim Fest dem Vorstand überreichen.

Quelle: nah

Reinsdorf (nah). Die Schießsportler vom Rand des Bückebergs feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Mit Stolz, versteht sich, weil sie in dem halben Jahrhundert eine ganze Menge geschafft haben.

Am 5. August 1961 gründeten Gastwirt Walter Arndt, der spätere Vorsitzende Fritz Krokowski und der eigentliche Ideenlieferant Heinz Rein zusammen mit weiteren 14 Interessenten den Verein. Stunden später, so weiß Chronist Claus Adler, sind noch einige weitere Männer dazu gekommen. Sie sollen angesichts eines schönen Sommerabends den Versammlungsbeginn versäumt haben.

Bald wurde in der Diele geschossen. Nur eine Pappwand trennte die Wirtin von den übenden Schützen mit der Folge, dass mitunter schon mal eine Kaffeetasse zu Bruch ging. So begann schon ein Jahr später der Bau eines kleinen Schützenhauses samt Kleinkaliberstand. Dieser war nur ein offener Graben mit einem kleinen Bunker am Ende, in der ein Schießwart per Papp-Kelle die Ringzahl anzeigte.

Solche gefahrvolle Situationen sind heute natürlich undenkbar. In mehreren Bauabschnitten und mit viel Eigenleistung schafften sich die Reinsdorfer Grünröcke ihr gegenwärtiges Domizil. Zu Hilfe kam ihnen dabei der Umzug der Feuerwehr, so dass deren ehemalige Garage mit benutzt werden konnte. Allerdings kam die SK damit auch in den Besitz des früheren Schlauchturms. Bis heute rätseln die Mitglieder, ob sie bundesweit das einzige Schützenhaus mit einem derartigen Anbau besitzen.

Zwölf Namen nennt die Liste der Vorsitzenden in den ersten 50 Vereinsjahren. Eigentlich sind es nur zehn: Denn Rudolf Bärwolf übernahm insgesamt dreimal die Funktion. Unvergessen in den Reihen der Verantwortlichen ist Helmut Diekmann der von 1977 bis 1991 die Geschicke lenkte, bis eine schwere Erkrankung sein Ausscheiden verlangte. Seit 2005 amtiert Friedel Kastning.

In der Festschrift stehen auch die langen Reihen der Majestäten bei Schützen, Damen und Jugendlichen. Nur die Namen der bisherigen Kaiser fehlen, die seit rund 20 Jahren unter den gekrönten Schießsportlern ermittelt werden.

Die Reihe der Reinsdorfer Schützenbesonderheiten wird Adler, der früher selbst einmal Vorsitzender gewesen ist, noch ergänzen. Der versierte Handwerker hat ein hölzernes Buch erstellt, in dem ein Exemplar der Festschrift sowie einige CDs enthalten sind. „Besser“, so glaubt er, „kann die örtliche Schützengeschichte nicht bewahrt werden“.

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