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Apelern WGA fordert ein Ende der Geheimhaltung
Schaumburg Rodenberg Apelern WGA fordert ein Ende der Geheimhaltung
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16:02 11.06.2018
Auf diesem Baugelände soll nun in Kürze das Ärztehaus entstehen. Quelle: gus
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Apelern

Offen ausgesprochen hat es niemand aus der Fraktion der Wählergemeinschaft. Aber ein regelrechtes Bombardement in der Fragerunde des Rates sowie die eine oder andere Andeutung machten klar, dass den Politikern die Tagesordnung der jüngsten Sitzung zu dünn war.

Daher erkundigten sie sich nachträglich nach den Sachständen der wichtigsten Themen. Mit den Antworten war die WGA indes auch nicht immer zufrieden.

Stillstand am Ärztehaus endet

Immerhin erfuhr das Gremium auf Nachfrage von WGA-Sprecherin Daniela Kastning durchaus interessante Dinge.

Beispielsweise, dass es in dieser Woche weitergeht mit dem Bau des Ärztehaus. Nach Worten des Gemeindedirektors, Sven Janisch, sollen auf dem Grundstück an der Ortsdurchfahrt, wo zuletzt lange Zeit Stillstand herrschte, Winkelstützen eingesetzt und weitere vorbereitende Arbeiten für den eigentlichen Hausbau erledigt werden.

Im August soll Janisch zufolge dann mit dem Bau des Erdgeschosses begonnen werden.

Licht am Ende der Straße

Zum Verfahrensstand hinsichtlich des Sigwardswegs, wo ein Landwirt Bauschutt abgeladen und einen Abschnitt unpassierbar gemacht hatte, konnte die Verwaltung nur wenig sagen. Das Thema sei an den Landkreis weitergereicht worden.

Franz-Wilhelm Riechers (WGA) erkundigte sich, ob Probleme mit Laternen in Groß Hegesdorf behoben werden. Drei Lichtspender wurden dort bereits abgeklemmt, weil sie nicht mehr funktionieren, doch die Leuchtmittel können nicht ersetzt werden. Die Herstellerfirma ist insolvent.

Dasselbe Problem hat übrigens die Gemeinde Hohnhorst.

Nun will sich die Apelerner Verwaltung um eine Alternative kümmern und ganz neue, aber möglichst ähnliche Laternenköpfe anschaffen. Laut Janisch werden damit auch einige Laternen repariert, deren Köpfe Schäden aufweisen.

Dorferneuerung geht schleppend voran

Riechers wollte zudem wissen, wie es weitergeht mit der Dorferneuerung. „Welche Projekte sind geplant?“, fragte er. Janisch geht davon aus, dass nach dem Ärztehaus nicht mehr viele größere Vorhaben umsetzbar sind. Im Bauausschuss soll darüber aber in Kürze diskutiert werden.

Darüber hinaus drückte Riechers auf die Tube was die Reparatur der mittlerweile löchrige Brücke Am Brandshagen in Lyhren angeht. Er wolle nicht hören, dies geschehe erst 2019, denn im Haushalt stehe Geld dafür bereit, schickte er vor Janisch‘ Antwort voraus.

Verhältnisse sollen umgedreht werden

Es drohe ein Szenario, wonach der Rettungsdienst im Ernstfall nicht mehr zu den dortigen Häusern gelangt. Janisch sagte, dass der Bauausschuss einen Planungsauftrag an die Verwaltung formulieren muss, wenn dort in diesem Jahr noch etwas geschehen soll. Diese Replik fand Riechers „nicht zufriedenstellend“.

Kastning hatte eingangs bemängelt, dass zwar über viele Themen im geheim tagenden Verwaltungsausschuss gesprochen werde, aber nur über sehr wenige in öffentlichen Ratssitzungen. Dieses Verhältnis hätte sie gern umgedreht.

von Guido Scholl

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