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Weiter Streit um Sackgassenschild

Kleinhegesdorf Weiter Streit um Sackgassenschild

Das Sackgassenschild am Ende der K54 in Kleinhegesdorf ist weg. Damit hätte der seit bald zwei Jahren währende Streit um einen Feldweg in dem Apelerner Ortsteil theoretisch seinen Abschluss finden können. Ein Ende der Zwistigkeiten ist jedoch nicht in Sicht.

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Der Weg, der als Verlängerung der K54 hinter Kleinhegesdorf aufs Feld hinaus führt, ist nicht länger als Sackgasse ausgeschildert.

Quelle: kle

Kleinhegesdorf. Denn einige Kleinhegesdorfer fühlen sich nach wie vor von der Verwaltung schlecht behandelt und sehen keine Gerechtigkeit. Außerdem hat sich nun auch noch die Jagdgenossenschaft in den Disput mit eingeschaltet. Dieser war an dem Sackgassenschild nämlich viel gelegen.

Seinen Anfang nahm die Misere 2013, damals ging es zwar um dasselbe Schild, jedoch um ein anderes Problem. Der Hinweis „Durchfahrt verboten/Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ war unrechtmäßig von einer Straßenseite auf die andere versetzt worden. Ein Schreiben von Kleinhegesdorfern an die Samtgemeinde erfolgte. Diese sah ihre Pflicht darin erfüllt, das Schild an seinen angestammten Platz zurückzuversetzen, wohingegen mehrere Kleinhegesdorfer den mutmaßlichen Schuldigen zur Rechenschaft ziehen lassen wollten.

Der Streit sponn sich weiter, als die Kleinhegesdorfer die Rechtmäßigkeit des Zusatzhinweises „Sackgasse“ infrage stellten. Tatsächlich endet die Fortführung der K54 mitten in der Feldmark. Eine offizielle Genehmigung für das Aufstellen des Verkehrszeichens lag allerdings nicht vor, weshalb die Verwaltung es jetzt vom Bauhof entfernen ließ.

Dass damit nun Ruhe in den Ort einkehrt, ist indes nicht zu erwarten. Zu verhärtet sind die Fronten, zu unterschiedlich die Erwartungen. So beklagt eine Kleinhegesdorferin weiterhin, dass ein bei der Verwaltung eingereichter Brief von 2013 bis heute nicht beantwortet sei. Die Verwaltung hatte argumentiert, dass sehr wohl reger Austausch zwischen den Parteien stattgefunden habe, telefonisch und schriftlich. Was den Brief selbst anbelangt, räumte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla auf Anfrage ein: Dieser sei tatsächlich nicht auffindbar – was er der Frau jedoch bereits gesagt habe. Seine Bitte auf Zusenden einer Kopie habe sie aber abgelehnt.

Wieso für dieses Schild damals kein korrekter Antrag bei der Verwaltung eingereicht worden ist, lässt sich inzwischen nicht mehr nachvollziehen, da wohl auch der verstorbene Apelerner Bürgermeister Heinrich Oppenhausen in die Geschichte involviert war. „Natürlich darf niemand einfach irgendwo ein Schild aufstellen“, betont Hudalla. Sobald bei ihm tatsächlich ein konkreter Vorwurf mit Namen und so weiter auf dem Tisch liege, werde man sich der Sache auch entsprechend annehmen.

Nichtsdestotrotz halte er die Dramatik in diesem Fall weiterhin für überschaubar – zumal das Schild, ähnlich der nicht-offiziellen „Spielende Kinder“-Warnschilder, einen Zweck erfüllt habe. Scheinbar fuhren sich nämlich regelmäßig Lastwagenfahrer von der Autobahn in der Feldmark hinter Kleinhegesdorf fest, weshalb das Schild wohl erst angeschafft wurde und weshalb auch die Jagdgenossenschaft großes Interesse daran habe. Stelle sich heraus, dass das Schild wirklich notwendig war, müsse man überlegen, ob man nicht nachträglich ein neues genehmige. Der Preis für ein Sackgassenschild liegt bei rund 30 Euro.  kle

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