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Wenn ein Weg verschwindet...

Diskussion um Feldweg Wenn ein Weg verschwindet...

Ein Feldweg in der nördlichen Kleinhegesdorfer Feldmark hat zu einer intensiven Diskussion im Apelerner Bauausschuss geführt. Das Problem: Die Einwohner fordern den Rückschnitt einer Hecke, die den Weg versperrt, doch diese befindet sich nicht auf öffentlichem Grund.

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Weg nicht untergepflügt

Wo einst ein Weg war, ragt jetzt eine Hecke bis an den Feldrain.

Quelle: gus

Kleinhegesdorf. Zahlreiche Einwohner des Dorfs machten in der Sitzung deutlich, dass ihnen die Nutzbarkeit des Weges am Herzen liegt. Doch von einem Weg kann nur auf einem Drittel der circa 500 Meter langen Strecke die Rede sein, der Rest ist von der Hecke überwuchert, beziehungsweise von einem Landwirt überpflügt worden. Gemeindedirektor Sven Janisch erklärte, dass die Hecke nicht der Gemeinde gehört. Diese müsste aber zum Großteil entfernt werden, „normales“ Zurückschneiden genüge nicht.

Nur im ersten Drittel der Strecke ist der Weg noch als solcher erkennbar.

Quelle: gus

 Sollte die Gemeinde der Hecke zu Leibe rücken müssen, so Janisch, müsste sie mit der Unteren Naturschutzbehörde verhandeln. Möglich sei ein Flächentausch, um die Situation zu bereinigen. Doch dies sei auch mit Kosten verbunden, allein schon wegen der nötigen Vermessung.

 Ausschussvorsitzender Willi Ballwanz wollte zunächst wissen, wozu der Weg eigentlich dienen soll und warum die Hecke in den vergangenen Jahren nicht gepflegt worden ist. Janisch hielt es für möglich, dass es „vor 30 Jahren“ Versäumnisse gegeben habe, die jetzt erhebliche Schwierigkeiten nach sich ziehen.

 Mit dem Anlieger, der den Anspruch auf das Grundstück mit der Hecke erhebt, sei bereits bei einem Ortstermin gesprochen worden, wobei er einen Tausch angeboten habe. Jörg Döpke sagte, dieses konkrete Angebot komme nicht infrage, weil die Wunschfläche des Landwirts wertvoller ist. Aber dem Mann könnten andere mögliche Areale angeboten werden.

 Auf die Frage einer Zuhörerin, warum der Eigentümer des Grundstücks nicht dazu bewegt werden kann, die Hecke auf eigene Kosten zu stutzen, gab es keine Antwort. Auf Nachfrage Ballwanz‘ erklärte Döpke, dass die Untere Naturschutzbehörde zumindest einen „normalen“ Rückschnitt genehmigen würde. Dies würde aber nicht ausreichen, um den Weg wiederherzustellen

 Börries von Hammerstein regte an, dass die Verwaltung die Möglichkeiten eines Flächentauschs genauer ausarbeitet, damit der Verwaltungsausschuss sich dazu in der kommenden Woche positionieren kann. Auch die Frage, wer die Kosten des gesamten Vorgangs trägt, soll dann erörtert werden. So votierte der Ausschuss.gus

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