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90 000 Euro für Hochwasserprojekt

Erste Kostenschätzung 90 000 Euro für Hochwasserprojekt

Die Umsetzung des Hochwasserkonzepts hat Hülsede vorerst vertagt. Der Verwaltungsausschuss (VA) hat im Januar eine Entscheidung über die Umsetzung eines konkreten Projekts erst noch ausgesetzt, um weitere finanzielle Details zu klären, wie Martin Schellhaus von der Verwaltung berichtete.

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Auch der Hülseder Bach spielt im Hochwasserkonzept eine wichtige Rolle.

Quelle: gus

Hülsede. Die Sorge vor weiteren Unglücken wie 2014 bleibt, weshalb die Verwirklichung des neuen Konzeptes nach wie vor vielen ein großes Anliegen ist. Grund sind die immensen Kosten, die zunächst veranschlagt wurden. Bei den nächsten VA- und Ratssitzungen, vermutlich im April oder Mai, wird das Thema dann erneut auf die Tagesordnung rücken.

Anlass für die Erstellung des Konzepts waren zwei dicht aufeinander folgende Hochwasser im Jahr 2014. Der Rat beschloss daraufhin, von einem Experten Ursachen und Lösungsstrategien ermitteln zu lassen. Im Mai 2015 stellte Jürgen Rabe vom Ingenieurbüro Kirchner seine Entwürfe vor, von denen nach Wunsch der Politiker zwei umgesetzt werden sollten.

Einer davon beinhaltet das Anlegen neuer Gräben samt zusätzlicher Verrohrung im Bereich des Feldwegs Hoppenfeld im Süden Hülsedes. Dafür müssten jedoch unter anderem auf einer Strecke von 220 Metern Rohre unter der Erde verlegt werden, erklärte Schellhaus. Erste Kostenschätzungen des Ingenieurbüros belaufen sich auf 90.000 bis 95.000 Euro – eine Summe, die Hülsede nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln könne, weiß Passuth.

Denn für den Breitbandausbau stehen in naher Zukunft Investitionen in Höhe von ebenfalls fast 90.000 Euro an. Welche Alternativen – von günstigeren Vorhaben bis hin zur Verschiebung oder Teilung des Projekts – es gibt, soll die nächste VA-Sitzung zeigen.

Auf den zweiten Punkt kann die Gemeinde selbst kaum Einfluss nehmen. Rabe schlug für den Bereich des Hülseder Bachs entlang der Verlängerungen von Steinecke und Süntelstraße vor, dass die Landwirte ihre angrenzenden Felder sinnvollerweise senkrecht zum Bach statt parallel beackern sollten, damit das Wasser direkt in das Bachbett und das dortige Wehr fließt statt ins Dorf, erklärte Passuth. Die Entscheidung darüber obliegt allein den Landwirten und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Ein erstes Hindernis, erklärte Passuth, bilde der Umstand, dass die Äcker parallel zum Bach ihre lange Seite haben und die senkrechte Beackerung somit deutlich umständlicher wäre, da die Fahrzeuge häufiger wenden müssten. Erste Gespräche mit den Betreffenden habe es aber bereits gegeben, weitere sollen folgen. kle

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