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Anrufauto soll zum „Abendauto“ werden

Hülsede Anrufauto soll zum „Abendauto“ werden

Soll das Anrufauto der Samtgemeinde künftig auch nach 18 Uhr fahren? Der Rat der Gemeinde Hülsede hat dafür votiert, einen entsprechenden Antrag des Grünen-Politikers Michael Ensslen an den Samtgemeinderat Rodenberg weiterzuleiten.

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Quelle: SN

Hülsede. Bürgermeisterin Marion Passuth stellte in der Hülseder Ratssitzung klar, dass die Samtgemeinde das Anrufauto betreibt. Daher sei die Gemeinde nicht befugt, dazu eine Entscheidung zu fällen. Ensslen hatte sich gewünscht, dass die Hülseder Politiker eine Art Willensbekundung für längere Fahrzeiten beschließen. Dagegen sträubten sich die Mitglieder des Gremiums aber, weil sie nicht in die Zuständigkeiten des Samtgemeinderates hineinfassen wollten.

 Rathaus-Mitarbeiter Jörg Döpke erklärte, dass Hülsede an sich schon am Anrufautobetrieb beteiligt ist, und zwar über die Umlagezahlungen. Denn aus der Samtgemeindeumlage aller Mitgliedgemeinden werde das Transport-Modell finanziert. Die Haushaltssituation Hülsedes sei ohnehin nicht gut. Und eine Ausdehnung der Fahrzeiten würde auch für die Gemeinde eine Kostensteigerung bedeuten.

 Immens wäre die Summe indes nicht: Sollten die Kosten fürs Anrufauto per anno um 10000 Euro steigen, bedeutete dies für Hülsede eine zusätzliche finanzielle Belastung von 800 Euro pro Jahr.

 Ensslen empfahl daher, zusätzliches Geld aus dem Topf der Regionalisierungsmittel beim Landkreis zu beantragen, weil es in Hülsede keinen nennenswerten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gebe. Döpke entgegnete, dass der ÖPNV bedarfsorientiert gestaltet werde. Derzeit gebe es nicht ausreichend Bedarf in Hülsede. Zudem nehmen neue Bürgerbusprojekte den Regionalisierungs-Topf des Landkreises, der für ÖPNV-Projekte gedacht ist, zunehmend in Beschlag (wir berichteten).

 Ensslens Antrag wird laut Gemeinderatsbeschluss nun an den Samtgemeinderat weitergeleitet. Unter anderem fordert der Grüne darin auch einen Probebetrieb in den Abendstunden. Damit ist es jetzt offiziell ein Antrag der Gemeinde Hülsede.

 Dirk Tetzlaff wollte wissen, ob Ensslen eine Zahl an Interessenten nennen kann, die abends mit dem Anrufauto fahren würden. Das konnte Ensslen nicht, er verwies aber auf einen Vorstoß des Seniorenbeirats, der ebenfalls auf eine Ausweitung des Anrufautoverkehrs ausgerichtet sei. gus

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