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Ausgleich könnte Problem werden

Hülsede / Naturschutz Ausgleich könnte Problem werden

Der Hülseder Grünen-Politiker Michael Ensslen will weiter daran arbeiten, ein Naturschutzgebiet im Schaumburger Abschnitt des Süntels ausweisen zu lassen. Ein entsprechender Antrag beim Landkreis ist bereits gestellt, und auch die Gemeinde Hülsede soll nach dem Wunsch Ensslens eine Resolution zu dem Thema formulieren.

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Am Süntelhang bei Hülsede soll ein Naturschutzgebiet entstehen. 

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Hülsede.  Die Gebiete N 76 (Nordsüntel) und N 73 (Südholz) hat der Hülseder für das Naturschutzgebiet im Sinn. Die Bezeichnungen sind so im Landschaftsrahmenplan des Landkreises Schaumburg erfasst, und dort steht auch, dass beide Teile des Süntels die Voraussetzungen für ein Naturschutzgebiet erfüllen. Ensslen ist für ein Verfahren, das beide Landstriche zusammenfasst, weil dies kostengünstiger wäre. Als Landschaftsschutzgebiet sind sie bereits eingestuft.

Der Ratsherr sieht sich nicht allein in dem Bestreben. Greenpeace habe eine Studie angefertigt, wonach bei Hülsede die ältesten Buchen in der näheren Umgebung stehen. Der Schutz von Buchenwäldern sei Greenpeace ein wichtiges Anliegen, und der Süntel habe dabei eine hohe Priorität zugemessen bekommen.

Der Nabu habe den Buchenbestand im fraglichen Gebiet ebenfalls als schützenswert eingestuft. Sowohl den Kreisverband als auch den Ortsverband Rodenberg hat Ensslen in der Angelegenheit angeschrieben. Bei einer Wanderung sei der Nordsüntel besichtigt worden, genauer: der Bleeksgrund. Und der Kreisverband des Nabu bemängelt Ensslen zufolge ohnehin die zu geringe Menge an Naturschutzfläche im Schaumburger Land. Würde der in Rede stehende Bereich zum Naturschutzgebiet erklärt, dann hätte dies unter anderem zur Folge, dass dort der Einsatz von Pestiziden erheblich eingeschränkt würde.

Wanderer müssten strikt auf den Wegen bleiben. Und die Forstwirtschaft müsste wohl auf das Verwenden bestimmter Maschinen verzichten. Und vor allem würde die erlaubte Einschlagsmenge bei der Holzernte mit großer Wahrscheinlichkeit drastisch reduziert. Heißt konkret: Weniger Bäume würden gefällt. Denn es geht ja zuvorderst um den Schutz der alten Buchen.

An der Stelle wird das Verfahren kompliziert. Denn die Gemeinde Hülsede müsste den Waldpächtern einen Ausgleich anbieten für die zu erwartenden Einbußen. Dies kann in Form einer Ersatzfläche geschehen oder in finanzieller Form. Ensslen ist sich bewusst, dass dieser Umstand die Gemeinde vor ein Problem stellen könnte, doch der Diskussion will sich der erklärte Natur- und Denkmalschützer stellen.

Schutz auch für Altenhagen II

Für Altenhagen II hat Michael Ensslen ebenfalls das Ausschreiben einer Schutzzone im Sinn. Dort soll die Altenhäger Hügellandschaft zum Landschaftsschutzgebiet erklärt werden. Ziel ist es, einer Zersiedlung des Dorfes zuvorzukommen. Ensslen zufolge ist bereits ein Haus an einem der Hügel an der Ortsgrenze in Richtung Messenkamp entstanden. Im Landschaftsrahmenplan ist das Altenhäger Umland als Fläche L 73 aufgeführt, demnach erfüllt es die Bedingungen für ein Landschaftsschutzgebiet. In dem Plan wird der Erhalt der Hangbereiche als erhaltenswert eingestuft. Die Zersiedelung von Dörfern ist nach Ansicht des Grünen-Ratsherrn unnötig, da gemeinhin innerorts noch Bauflächen bereitstehen. In Altenhagen beispielsweise am ehemaligen Riebe-Hof. 

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