Hülsede (nah). Kirchenvorsteher Clemens-Christian Stummeyer hängt trotz modernster Funktechnik am Handgelenk an dem historischen Zeitmesser: „Kirche ohne Uhr geht nicht“, ist er sich mit seinem Gremiumskollegen Herbert Meier einig. So sehr die Mittel auch knapp sein mögen, das bauhistorische Juwel im Dorf bedarf halt der Aufwendungen. Allein die Uhr-Sanierung hat 3000 Euro gekostet und diese sind, wie Meier ausdrücklich erklärt, von der Gemeinde selbst aufgebracht worden.
Das jetzt erneuerte Zifferblatt schließt sich an bereits vollzogene Projekte an. Vor einem Jahr wurde das Portal der Kirche nach historischem Vorbild aufwendig erneuert und die Schallluken im Turm haben einen neuen Schutz bekommen.
Besorgt blickt Meier auf die Laterne an der Spitze: Das marode Teil hätte längst schon erneuert werden müs-sen. In der kircheneigenen Friedhofskapelle am Dorfrand sind Fenster zu ersetzen oder farblich frisch zu beschichten; Dachrinnen müssten ersetzt werden. Allein die beiden letztgenannten Maßnahmen würden rund 9000 Euro kosten.
Der größte Brocken aber muss im Innern der Kirche gestemmt werden. Auf 80.000 Euro beläuft sich die Restaurierung der Wand- und Deckenmalereien, die die Ägidien-Kirche als Besonderheit auszeichnen. Für diese Arbeiten dürften wohl staatliche und kirchliche Geldgeber zur Verfügung stehen, hofft Meier: „Doch auch unsere Gemeinde muss sich beteiligen.“ Der Start der Arbeiten rückt unerbittlich näher: Voraussichtlich ab April dürften Gerüste das Kirchenschiff dominieren.
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