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Denkmalschutz als Ass im Ärmel

Rat Hülsede: Resolution gegen „Südlink“ Denkmalschutz als Ass im Ärmel

Auch der Hülseder Gemeinderat hat eine Resolution gegen die Tennet-Stromtrasse „Südlink“ verabschiedet. Außerdem sollen in den betroffenen Orten Unterschriften gesammelt werden, um der Bundespolitik zu signalisieren, dass Hülsede die Leitung nicht haben will.

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Denkmalgeschützte Gebäude könnten für die Gemeinde Hülsede in puncto „Südlink“ noch eine wichtige Rolle spielen.

Quelle: gus

Hülsede. Im Rat herrschte Einigkeit darüber, dass ein „Südlink“ durch das Gebiet der Gemeinde Hülsede abzulehnen ist. Kritik richtete sich auch gegen den Umstand, dass die Pläne erst spät auf den Tisch kamen, nachdem zuvor eine ganz andere Trassenführung vorgesehen gewesen sei.

Bürgermeisterin Marion Passuth deutete an, dass möglicherweise einflussreiche Einwohner der Gegend um Hannover, wo der „Südlink“ zunächst verlaufen sollte, die nötigen Fäden gezogen haben, um Tennet dazu zu bewegen die Alternative durchs Schaumburger Land aus der Schublade zu ziehen. Diese Strecke sei aber länger und führe durch viele Waldgebiete. Hinzu kommen speziell in der Samtgemeinde Rodenberg die Kulturgüter – in Hülsede zählen das Wasserschloss und die St.-Aegidienkirche dazu.

Dirk Tetzlaff (CDU) äußerte allerdings auch Bedenken: „Keiner will die Trasse, aber irgendwo müssen die Leitungen ja hin“, sagte er. Die Bevölkerung brauche nun einmal Strom. Tetzlaff wünschte sich zwar auch keinen „Südlink“ in der Gemeinde, man dürfe aber den Sinn und Zweck des Projekts nicht ganz außer Acht lassen. Den übrigen Ratsmitgliedern stimmte Tetzlaff aber uneingeschränkt zu: Das Vorgehen bei der „Südlink“-Planung sei inakzeptabel.

Die Politiker baten die Mitglieder Windkraft-Bürgerinitiative (BI) darum, sich auch diesem Thema zu widmen, ihre Bereitschaft hatten die BI-Mitglieder im Vorfeld bereits erklärt. Einen Trumpf hat die Gemeinde ohnehin noch im Ärmel: Alexandra von Finckenstein berichtete, dass Tennet ihr gegenüber erklärt habe, der Aspekt Denkmalschutz werde in einem späteren Planverfahrensschritt berücksichtigt.

Von Finckenstein riet zu einer Unterschriftensammlung, an der sie auch selbst mitwirken wolle. Eine einheitliche Liste soll zudem allen Ratsmitgliedern zugesandt werden, die sich dann damit auf Tour begeben. Außerdem werden die Listen im Dorfgemeinschaftshaus ausliegen.

Gemeindedirektor Günther Wehrhahn hatte eine Neuigkeit parat: Mittlerweile steht der Veranstaltungsort einer Podiumsdiskussion zu dem Thema fest. Diese soll am 13. Januar im Lauenauer Sägewerk sein.

gus

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