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Die ärmste der Armen

Haushalt in Hülsede Die ärmste der Armen

Der Schuldenstand von Hülsede wird sich im kommenden Haushaltsjahr um 87000 auf etwa 488000 Euro steigern. Grund ist die geplante Umgestaltung der Ortsmitte in Schmarrie. Jene schlägt mit insgesamt 186100 Euro zu Buche. 53 Prozent davon können mit EU-, Bundes- und Landesmitteln gegenfinanziert werden.

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Symbolbild

Quelle: dpa

HÜLSEDE. Für den Restbetrag sieht sich die Gemeinde gezwungen, ein Darlehen aufzunehmen. Weitere Investitionen im Jahr 2017 sind der Breitbandausbau und die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses in Hülsede. Beide Maßnahmen kosten zusammen etwa 100000 Euro und sollen durch vorhandene liquide Mittel finanziert werden, wie Gemeindedirektor Martin Schellhaus bei der jüngsten Ratssitzung berichtete.

Durch die Erhöhung der Kreis- sowie der Samtgemeindeumlage werde für die Gemeinde „der Spielraum aber immer enger“, so Schellhaus. „Wir werden uns ernsthaft mit den Gedanken auseinandersetzen müssen, die Hebesätze für die Grundsteuern anzuheben“, schloss der Gemeindedirektor.

Hoch verschuldet, "aber eine gute Struktur"

Hülsede ist ohnehin die Ärmste der armen Gemeinden: „Mit 488000 Euro haben wir eine Schallmauer durchbrochen“, befand Egbert Gelfert von der Wählergemeinschaft Hülseder Gegenwind. Er gab zu bedenken, dass die Gemeinde der höchst verschuldete Teil in der Samtgemeinde sei. Denn während die Hülseder bald einen Pro-Kopf-Schuldenstand von 464 Euro je Einwohner aufweisen, „sind es in den anderen beiden kleineren Gemeinden Messenkamp und Pohle zwischen 70 und 90 Euro“.

Gelfert regte an, den Haushalt dahingehend zu prüfen, ob „in Teilbereichen weitere Einsparmöglichkeiten“ zu finden sind. Letztlich gab die Wählergemeinschaft aber „mit einigen Bauchschmerzen“ auch ihr Votum für den Haushaltsplan ab.

Auch die SPD und die CDU nickten den vorliegenden Finanzierungsvorschlag ab. Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD) gab zwar zu, dass Hülsede sehr hoch verschuldet sei, „aber unser Dorf hat eine gute Struktur“. Es fehle wohl an Einnahmen, „aber die Ausgaben müssen sein. Wenn wir nicht mit der Zeit gehen, können wir unser Dorf irgendwann einstampfen“, so Hülsedes Bürgermeisterin. js

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