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Die zweite Bedrohung für Hülsede

Südlink Thema im Gemeinderat Die zweite Bedrohung für Hülsede

Zur Ratssitzung in Hülsede am morgigen Mittwoch dürfte wieder ein großes Publikum pilgern. War zuletzt das Thema Windkraft der Hauptgrund für die Teilnahme zahlreicher Bürger, ist diesmal die Stromtrasse Südlink der Tagesordnungspunkt, dem das meiste Zuhörerinteresse gilt.

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Quelle: pr.

Von Guido Scholl

Hülsede. Auch in Hülsede hat sich Widerstand gegen die Pläne des Unternehmens Tennet formiert, wonach der Trassenverlauf die Samtgemeinde Rodenberg berühren könnte. Seit dem vergangenen Herbst ist diese Variante auf dem Tisch – und erregt Diskussionen in allen betroffenen Gemeinden. In Pohle hat sich gerade eine Bürgerinitiative gegründet (wir berichteten).

In Hülsede wird die Situation quasi von anderem drohenden Ungemach „begünstigt“: Weil sich schon eine Bürgerinitiative gegen die Errichtung von Windrädern gegründet hat, sind die Einwohner bereits organisiert. Und bei der Bürgerversammlung zum Thema Südlink in Pohle äußerten die Hülseder Windkraft-Gegner die Absicht, sich nun auch auf das Thema Südlink einzuschießen.

Denn allmählich wird es brenzlig für die Hülseder. Der Süntelhang, dessen ökologischer und landschaftlicher Wert unbestritten ist, wird nun gleich doppelt bedroht: von möglichen Windrädern und Strommasten. Dabei gibt es sogar Bestrebungen der Grünen, den Bereich als Naturschutzgebiet ausweisen zu lassen. Derzeit ist der Süntelhang ein Landschaftsschutzgebiet.

Die Einwohner der Gemeinde fürchten, dass ihre Heimat nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen wird und dass Häuser und Grundstücke an Wert verlieren. Und sowohl beim Südlink als auch bei den Windkraftanlagen spielen Gesundheitsrisiken eine Rolle. Zu den Geräuschemissionen und dem Schattenschlag bei den Windrädern kommt im Fall der Stromtrasse das Spannungsfeld, dessen Auswirkungen nach Meinung von Kritikern kaum untersucht sind.

Der Gemeinderat befasst sich einerseits mit einer Resolution, die sämtliche Kommunen in der Samtgemeinde Rodenberg verabschieden sollen. Pohle hat dies bereits getan, die Räte der Gemeinde Apelern und der Samtgemeinde Rodenberg hatten diesen Schritt vertagt, weil eine Informationsveranstaltung für alle Bürgermeister abgewartet werden sollte. Zusätzlich zu der Resolution geht es in Hülsede um die Frage, ob die Gemeinde auf eine unterirdische Kabelverlegung drängen soll – falls sich die Trassierung durch die Kommune nicht abwenden lässt.

Die öffentliche Sitzung im Sportheim Hülsede beginnt um 18.30 Uhr. gus

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