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Dorferneuerung auf Eis

Hülsede Dorferneuerung auf Eis

Die Gemeinde Hülsede verzichtet auf Investitionen im Jahr 2015. Dies geht aus der Haushaltsberatung vom Montag hervor. Damit liegen die öffentlichen Dorferneuerungsmaßnahmen erst einmal auf Eis.

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Der Sportplatz wird in der Bilanzsumme den bebauten Grundstücken zugerechnet.

Quelle: gus

Hülsede. „Es ist eine sehr angespannte Haushaltslage“, betonte Kämmerer Sven Janisch. Die Einsparpotenziale seien sämtlich ausgeschöpft worden, während die Umlagesätze stetig stiegen. Denn Hülsedes Steuerhebesätze sind im Vergleich zum Landesdurchschnitt niedrig, die Umlagezahlungen werden allerdings auf Grundlage des Landesschnitts kalkuliert. Das Problem der steigenden Umlagen führt dazu, dass aus der Grundsteuer und der Gewerbesteuer keine Einnahmen bei der Gemeinde bleiben. Aus der Einkommen- und Umsatzsteuer behält die Gemeinde nur rund acht Prozent der Einnahmen.

 719000 Euro betragen die Einnahmen im Finanzhaushalt des Jahres 2015. Die Ausgaben liegen bei 669600 Euro. Neue Darlehen werden nicht aufgenommen, der Schuldenstand sinkt sogar auf rund 489000 Euro, weil die Gemeinde trotz der knappen Kassenlage 20000 Euro an Tilgung leistet. Geld für Investitionen im Zuge des Dorferneuerungsprogramms sind nicht vorgesehen. Was unterm Strich bleibt, soll für die Planung im Bereich Hochwasserschutz verwendet werden.

 „Die Finanzsituation bei uns in den Kommunen ist von einem Wandel abhängig“, ergänzte Jörg Döpke, Mitarbeiter der Verwaltung. Die Entwicklung schränke derzeit aber die Handlungsfähigkeit der ländlichen Kommunen ein. Dies betreffe nicht nur Hülsede sondern auch andere Gemeinden, wenn auch nicht so sehr Rodenberg, Lauenau und Apelern.

 Der Gemeinde Hülsede ist nun auch die Eröffnungsbilanz für das Doppische Rechnungswesen zugeschickt worden. Das Rechnungsprüfungsamt hat die Aufstellung bereits genehmigt. Darin wird das Vermögen der Gemeinde, vor allem an Straßen, Wegen und Gebäuden, erfasst.

 Kämmerer Sven Janisch erläuterte, dass die Bilanz, die einer Erfassung der gesamten Gemeinde-Geschichte seit 1974 gleicht, zum Stichtag 1. Januar 2011 erstellt wurde. 2,25 Millionen Euro ist die Bilanzsumme, 1,43 Millionen Euro davon sind das Eigenkapital der Gemeinde. „Das ist ein absolut adäquates Volumen“, so Janisch. Die Quote betrage demnach 65,7 Prozent.

 Ebenfalls Teil der Eröffnungsbilanz ist die Flächensumme an Straßen, Wege, Wald und Ackerland. Da die Gemeinde nun mal keinen Ackerbau betreibt, handelt es sich um Flächen, aus denen Hülsede keinen Profit zieht. Somit seien die Liegenschaften ausschließlich dem Wertverzehr ausgesetzt, so Janisch.

 Für Hülsede ist damit das altbekannte Dilemma eigentlich nur neu in Zahlen gekleidet worden: Die Gemeinde hat wenige Einnahmequellen, aber viele kostspielige Aufgaben zu erledigen. Der Rat beschloss die erste Bilanz ohne Gegenstimme. gus

Kulturdenkmäler nur einen Euro wert

Das Infrastrukturvermögen der Gemeinde Hülsede macht in der Bilanzsumme mit 1,69 Millionen Euro den größten Teil aus. Im Infrastrukturvermögen sind beispielsweise Straßenbeleuchtung, Brücken, Wege und Straßen enthalten. Die Straßen, Wege und Plätze sind 815 000 Euro wert, die Straßenlaternen 185 000 Euro. Hinzu kommen die Grundstücke. Die unbebauten Grundstücke sind 177 175 Euro wert, die bebauten Grundstücke haben einen Gesamtwert von 244 874 Euro. Ideeller Wert zählt in der nüchternen Aufstellung nicht viel: Die Kulturdenkmäler werden in der Bilanz nur mit einer Minimalsumme von einem Euro veranschlagt. Grund ist, dass die Werte im Laufe der Zeit wegen der Abschreibungsfaktoren kleiner werden. gus

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