Hülsede (bab). Auch andere Naturräume und historische Gebäude in der Gemeinde hält er für besonders schützenswert, wie er in einem Pressegespräch erläuterte.
Bereits vor seiner Zeit als Ratsherr hatte Ensslen regen Schriftverkehr mit verschiedenen Behörden, um eine Aufwertung der Hülseder Natur- und Kulturbereiche zu erreichen. Jetzt hofft er, durch die Zusammenarbeit mit der SPD-Mehrheit im Hülseder Rat einiges davon durchsetzen zu können. „Die zusätzlichen Vorschläge haben wir gemeinsam gemacht“, sagt Ensslen über die Auswahl der Bäume für die Naturdenkmalverordnung. Mit Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD) hat sich Ensslen ergänzend zu den bereits bestehenden Exemplaren auf weitere Vorschläge geeinigt.
So soll die Linde am Sportheim wieder aufgenommen werden. „Sie war vom Landkreis Springe schon mal erfasst“, sagt Ensslen, sei aber nach der Gebietsreform vom Landkreis Schaumburg nicht übernommen worden. Eine weitere Linde in Meinsen an der Steinbult soll geschützt werden. „Auch weil sie auf dem Wappen von Meinsen ist“, sagt er. Im Auge hat der Ratsherr auch eine Kastanie, die aber auf privater Fläche In der Rehre steht, und eine Krüppelbuche am Hülseder Bach westlich von „Krackes Ruh“.
Den Stellenwert eines Naturdenkmals müssten nach Ensslen auch die Quelle im Bleeksgrund und der im privaten Besitz befindliche „Freverts Teich“ bekommen. Die Ausweitung und Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten rund um die Gemeinde liegt ihm generell am Herzen. Die erwartete Dorferneuerung möchte der Ratsherr ökologisch und denkmalpflegerisch begleiten. Auch wenn er weiß, dass bei privaten Gebäuden wie der Gutsmühle die Eigentümer mitspielen müssten, hofft Ensslen, dass auch diese Objekte aufgewertet werden können. Ein Wanderweg vom Sportplatz in den Ortskern und umfassende Beschilderungen der Spazierwege wünscht er sich für die Zukunft ebenfalls.
Der Ratsherr arbeitet in der Gruppe, die einen „Historischen Ortsspaziergang“ durch Hülsede für die Schaumburger Landschaft erarbeitet. Dieser soll Ende 2012 erscheinen.
Ein großes Problem, das der Grüne gerne lösen würde, ist die schlechte Anbindung Hülsedes an den ÖPNV. Nachmittags sei die Verbindung schlecht und am Wochenende quasi nicht vorhanden. Das wirke sich auch auf den Fremdenverkehr aus.
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