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Heimatbund macht sich für Süntel stark

Naturschutzgebiet gefordert: Heimatbund macht sich für Süntel stark

Auch der Niedersächsische Heimatbund hat sich dafür starkgemacht, dass bei Hülsede ein Naturschutzgebiet im Süntel entsteht. Die geht aus der Roten Mappe 2015 hervor, die der Landesverband herausgegeben hat. Allerdings gibt es als Gegenstück auch die Weiße Mappe des Heimatbundes, und darin ist eine Stellungnahme des Landes Niedersachsen zu lesen, wonach zumindest keine zügige Ausweisung des Gebiets zu erwarten ist.

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Der Kammmolch lebt im Süntel. pr.

Hülsede/Landkreis.. In der Roten Mappe stellt der Heimatbund seine aktuellen Schwerpunktthemen zusammen, in der Weißen Mappe stehen Antworten der Landesregierung zu diesen Themen. Hinsichtlich des Höhenzugs an der Kreisgrenze Schaumburgs und Hameln-Pyrmonts greift der Heimatbund die geplante Überarbeitung des Naturschutzgebiets Hohenstein auf. Dieser Schritt solle genutzt werden, um ein Naturschutzgebiet Süntel auszuweisen, dass die Grenze beider Landkreise überschreitet.

Dieses Vorhaben würde sogar noch das der Schaumburger Grünen übertreffen, die den Nordsüntel unter Naturschutz stellen lassen wollen. Dies würde vor allem den Bereich bei Hülsede und Antendorf betreffen. Diese Gedanken übernahm auch der Heimatbund und verweist auf die im Landschaftsrahmenplan dokumentierte Eignung des Nordsüntels, der aktuell lediglich als Landschaftsschutzgebiet kategorisiert ist.

Der Perlglas-Buchenwald des Nordsüntels bilde zusammen mit den Buchen weiter südlich im Kreis Hameln-Pyrmont den größten geschlossenen Buchen-Altholzbestand im Kalenberger Land. Das Gebiet beherberge darüber hinaus seltene Tier- und Pflanzenarten wie Kammmolch, Rotmilan, Schwarzstorch, Männliches Knabenkraut und Fliegen-Ragwurz.
Der Niedersächsische Heimatbund regt daher an, den Naturschutzfaktor auf den gesamten in Rede stehenden Bereich auszudehnen. Die Gelegenheit sei günstig, weil derzeit die Verordnungen für Naturschutzgebiete – auch des Hohensteins – an europäische Schutzziele anzugleichen sind.

Während die Landesregierung die Schutzwürdigkeit des Nordsüntels und des Bereichs am Hohenstein gar nicht in Zweifel zieht, deutet sie in ihrer Stellungnahme jedoch an, dass gerade die Neuverordnung der Schutzgebiete ein Problem darstellt. Denn die Arbeit bindet Personal in den unteren Naturschutzbehörden. Eine Landkreis übergreifende Schutzgebietsausweisung rücke deshalb zunächst einmal in die Ferne.

Genau so hatte es bei der letzten Anfrage zu diesem Thema auch der Landkreis Schaumburg formuliert. Aktuell gebe es viel zu tun auf dem Sektor. Und da kein unmittelbarer Schaden zu befürchten ist, wenn der Nordsüntel noch ein paar Jahre lang Landschaftsschutzgebiet bliebe, wird dem Projekt auch keine hohe Priorität beigemessen. Grundsätzliche Ablehnung äußerte die Kreisverwaltung seinerzeit hingegen auch nicht. gus

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