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Hülseder fährt zum ESC-Vorentscheid

Rick Jurthe alias Ryk Hülseder fährt zum ESC-Vorentscheid

Am Donnerstag, 22. Februar, ist es so weit: Deutschland sucht seinen Kandidaten für den Eurovision Song Contest (ESC) 2018 in Lissabon. Einer der sechs Kandidaten, die sich diesem Tag miteinander messen, ist Produzent, Komponist und Sänger Rick Jurthe alias Ryk aus Hülsede.

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Hereinspaziert: Im Land der traumhaften Turnkunst ist Rick Jurthe schon länger zu Hause. Mit seinem Wireless-Midi-Controller spielt er live bei der aktuellen „Aura“-Tour.

Quelle: ar

HÜLSEDE/BERLIN. „Ich kann es selbst kaum fassen“, kommentierte der Künstler seine Nominierung für den ESC-Vorentscheid. Jedoch sei dies wohl der Lohn für die vergangenen fünf bis sieben Jahre harter Arbeit. Abseits des Mainstreams hatte der 28-Jährige mit seiner Band Foxos bereits erste Erfolge mit alternativem Pop verbucht.

Seit seinem Musikstudium in Hannover und London hat er auf zahlreichen – auch internationalen – Festivals gespielt und renommierte Newcomer-Preise gewonnen.

Tour durch Norddeutschland

Mit dem Medienrummel, der sich seit der Bekanntgabe seiner Teilnahme aufgebaut hat, geht er gelassen um. „Ich fühle absolute Freude und bin dankbar, dass ich so weit gekommen bin“, erklärt er lächelnd.

Seit rund eineinhalb Jahren bereichert er als musikalischer Leiter die erfolgreiche Turn- und Akrobatikshow „Feuerwerk der Turnkunst“. Dreiviertel aller Titel stammen aus seiner Feder, wenn zu Trommelwirbel und Lichteffekten Körper durch die Luft wirbeln, Formationen in Perfektion Beifallsstürme hervorrufen und sich Akrobatik-Clowns auf schwingende Laternen in atemberaubende Höhen begeben.

Star-Gefühl

Zurzeit tourt er mit der aktuellen Show  „Aura“ durch Norddeutschland. Während im Backstage-Bereich der TUI-Arena vor der ersten Vorstellung bereits geschminkte Turner durch die Gänge huschen und Blitzlichter aufflammen, gibt Ryk ruhig und ausführlich Interviews. Radiosender und Fernsehteams stehen parat – alle wollen ihn zu seinem Erfolg befragen, bevor er erst Ende des Monats wieder in Hannover greifbar ist.

Bis dahin liegen noch etliche „Aura“-Shows vor ihm. Zwischendurch hat er jedoch einen wichtigen Termin: In einem dreitägigen Songwriting-Camp holen sich die sechs Kandidaten den letzten Schliff für ihren Auftritt, der live aus Berlin in der ARD übertragen wird.

Mit einem eigenen Song werden sie alle anreisen, um mit international renommierten Coaches an ihrem Titel zu feilen. Genau drei Minuten lang soll dieser dann beim ESC zu hören sein.

Plötzlich Kandidat

Beworben hatte sich Jurthe nicht. 4000 Künstlern waren im Vorfeld von 100 Mitgliedern eines Eurovision-Panels sowie einer 20-köpfigen internationalen Experten-Jury in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt und beurteilt worden. Erst durch einen Anruf des Norddeutschen Rundfunks (NDR) habe er erfahren, dass er sich mit seinem Video „You and I“ durchgesetzt hatte.

Es folgte ein Workshop mit Coaching und Choreografie-Training in Köln, der mit der Erstellung eines 90-sekündigen Videos abschloss. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 20 Kandidaten im Rennen. „Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich reicht. Die Konkurrenz war stark“, plaudert der Künstler aus dem Nähkästchen.

Nun hofft er, dass er seinen Titel, mit dem er seinem bisherigen Musik-Stil treu bleiben will, siegen kann und diesen ebenfalls in Lissabon präsentieren darf. Zur Unterstützung werden seine Familie und einige Freunde mit nach Berlin reisen. ar

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