Hülsede (nah). Schon seit einiger Zeit befindet sich das Gotteshaus fest in Handwerker- und Expertenhand. Vor einigen Monaten wurde, wie von unserer Zeitung berichtet, der Zustand der Gewölbemalerei und deren Bestandserhalt untersucht. Es gab eine neue Eingangstür im Turm; alle übrigen Türen wurden neu gestrichen. Nun ist das Zifferblatt abmontiert worden – vermutlich zum ersten Mal nach über hundert Jahren.
Denn 1910 hatte die heute nicht mehr existierenden Firma Friedrich Weule in Bockenem das große Uhrwerk im Turm gebaut und installiert. „Da uns nichts anderes bekannt ist, gehen wir davon aus, dass auch das Zifferblatt seit dieser Zeit ununterbrochen den Witterungseinflüssen ausgesetzt gewesen ist“, begründete Stummeyer den jetzt erfolgten Reparaturauftrag. Der Kirchenvorsteher ist mit dem Zeitmesser bestens vertraut: Einmal in der Woche steigt er in den Turm, um das Uhrwerk von Hand mit einer großen Kurbel aufzuziehen.
In den kommenden Monaten werden die Arbeiten an der Kirche fortgesetzt: Die Fenster müssen ausgebessert werden. Gleiches geschieht mit der 1960 errichteten Friedhofskapelle auf dem kircheneigenen Bestattungsgelände am Dorfrand.
Das Zifferblatt befindet sich gegenwärtig in der Meller Turmuhrenfabrik Eduard Korfhage & Söhne, die sich außer auf Uhren auch auf Glockenspiele spezialisiert hat.
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