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00:17 11.06.2017
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Noch bevor „Gegenwind“-Sprecher Egbert Gelfert zur Erläuterung seines Antrags ausholen wollte, verwies ihn Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD) auf die Geschäftsordnung. Sie sitze zwar nicht mit der Stoppuhr in der Hand, aber sie könne die Redezeit auf drei Minuten beschränken. Bei Gelfert setzte leichter Groll ein.

Dennoch nahm er ausführlich Stellung. Den Inhalt habe er mit Rathausmitarbeiter Ralf Eckel besprochen. „Viele unserer Straßen haben Risse, in die das Wasser eindringt“, klagte er und verlangte ein Kataster samt Liste, auf welche Weise und in welcher Dringlichkeit die Reparaturen erfolgen müssten. „Die Straßen sind unser wichtigster Punkt. Für diese geben wir das meiste Geld aus“, so Gelfert. Folglich dürften große Sanierungen gar nicht erst entstehen.

"Gegenwind"-Antrag findet keinen Zuspruch

Passuth lehnte Gelferts Wunsch einer nach dessen Angaben „kostenfreien Beratung“ ab. Die Begehung solle durch den Rat erfolgen. Dirk Tetzlaff (CDU) sah indes nur die Verwaltung in der Pflicht. „Die soll uns sagen, was bearbeitet werden muss“, sagte Tetzlaff. Während Thorsten Flügge (SPD) in der externen Beratung durchaus Sinn sah, äußerte Michael Ensslen Bedenken. „Die haben doch eigene Interessen“, meinte der Grüne.

Walter Krüger (SPD) verwies auf die im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms erstellte Prioritätenliste. Diese zweifelte Martin Höhle („Gegenwind“) an. „Ein vier Jahre alter Plan kann nicht mehr aktuell sein, weil wir viele Frostaufrisse haben“, so Höhle. Im Übrigen gehe es darum, Geld zu sparen. Ferner seien verlässliche Zahlen für die Bürger wichtig, wenn „wir die Steuern erhöhen wollen“. Bei sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde der „Gegenwind“-Antrag abgelehnt.

„Das ist dringlich"

Dagegen geht es mit der Sanierung des Meinser Wiesengrund jetzt schnell voran. „Gegenwind“ hatte den Antrag der Anwohner weitergeleitet, die sich über Schlamm und Staub nach Baumfällarbeiten beklagten. Die künftig schottergebundene Oberfläche soll einseitig zum Graben hin profiliert werden. Die Kosten für die 800 Quadratmeter betreffende Maßnahme belaufen sich auf 2500 Euro – als überplanmäßige Ausgabe.

Teurer dürfte es im Bereich Steinecke werden. Am dort gelegentlich wasserführenden Graben ist eine Grundstücksmauer bereits in Schieflage geraten und droht wegzubrechen. „Das ist dringlich“, befand Tetzlaff im Einvernehmen mit der Bürgermeisterin. Den Graben auf einer Länge von knapp 200 Metern zu verrohren, kostet 33 000 Euro zuzüglich 8000 Euro als Ausgleichsabgabe an den Landkreis wegen der Versiegelung. nah

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