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Hülsede Landkreis gibt Entwarnung
Schaumburg Rodenberg Hülsede Landkreis gibt Entwarnung
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00:16 03.10.2016
Quelle: pr.
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Hülsede/Lauenau

„Viele glauben, dass vor ihren Häusern die Straße aufgerissen werden muss“, sagt Bürgermeisterin Marion Passuth. Doch der Landkreis gibt Entwarnung.

„Lauenau und Hülsede sind stärker von Kabelarbeiten betroffen als andere Gemeinden“, räumt Dieter Brenneke, Koordinator des Breitbandausbaus im Landkreis, ein. Allerdings werde versucht, den „Aufwand möglichst gering zu halten“, sagt Brenneke. Der Koordinator spricht von „minimalen Eingriffen“.

Diese werden nötig sein, um die Kupferkabel, die derzeit von der Telekommunikationsvermittlungsstelle in Lauenau zum Verteilerkasten nach Hülsede führen, durch moderne Glasfaserkabel zu ersetzen. Möglicherweise muss von den vorhandenen Versorgungstrassen auch ein neuer Pfad gelegt werden. „Das wird meist über Feldwege passieren“, erklärt Brenneke. Ebenfalls ist davon auszugehen, dass Gehwege beziehungsweise Straßenränder aufgebrochen werden müssen, um die Arbeiten zu erledigen. „Aber dafür muss keine Fahrbahn gesperrt werden“, so Brenneke.

Da sich die Arbeiten lediglich auf die Leitung von Lauenau nach Hülsede beschränken, müssen Anwohner auch nicht befürchten, dass ihre Grundstücke in Mitleidenschaft gezogen werden. Denn die alten Kupferleitungen, die vom Verteilerkasten in Hülsede in die dortigen Haushalte führen, bleiben erhalten. „Damit sind dann immer noch 50 bis 100 Megabit pro Sekunde möglich“, erklärt Brenneke. Grund für den Verzicht sind die immensen Kosten, die ein kompletter Tausch aller Kupferleitungen verursachen würde.

Beginn steht noch nicht fest

Wann es mit dem Breitbandausbau eigentlich losgehen soll, kann Brenneke im Moment nicht mit Bestimmtheit sagen, da die Fördermittel noch nicht freigegeben worden. „Da gab es neue Regularien aus Berlin, die für eine Verzögerung gesorgt haben“, so Brenneke.

Doch immerhin habe die Ausschreibung für das Telekommunikationsunternehmen, das den Breitbandausbau übernehmen soll, bereits im vergangenen Monat begonnen. Auch im Lauenauer Rat sagte Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke, dass sich der Ausbau etwas verzögert. js

328 Kilometer Kabel

Der Bund und das Land fördern den Breitbandausbau in Schaumburg mit insgesamt 4,9 Millionen Euro. Dank der Zuschüsse verringert sich der Eigenanteil, den der Landkreis und die Kommunen für die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet aufwenden müssen, auf insgesamt 800000 Euro. Dafür werden 96 Kilometer Leerrohre und 328 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, um knapp 10000 Schaumburger Haushalte und rund 300 Unternehmen an die Datenautobahn anzuschließen. Während derzeit nur 80 Prozent des Kreisgebietes als versorgt gelten, sollen dadurch bis 2018 rund 95 Prozent der Schaumburger Haushalte je nach Entfernung zum Verteilerkasten über eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s, mindestens aber 50 Mbit/s verfügen können. js

 

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