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Mehr Schutz für Meinser Bach

Saubere Gewässer Mehr Schutz für Meinser Bach

Die Hülseder Ratsherren Martin Höhle (Gegenwind) und Michael Ensslen (Grüne) wollen ein Schutzkonzept für den Meinser Bach ausarbeiten und dem Gemeinderat vorlegen. Das Ziel: Eine ähnliche Katastrophe wie vor fünfeinhalb Jahren verhindern, als etwa 300000 Liter Gülle in das Gewässer geraten waren.

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Eine bestimmte Sorte der Bachforelle lebt ausschließlich im Bereich der Rodenberger Aue.

Quelle: dpa

Meinsen. Unbekannte hatten im April 2011 die Behälter eines landwirtschaftlichen Betriebs geöffnet und die stinkende Flüssigkeit ins Tal fließen lassen. Doch weil Gülle nicht nur übel riecht sondern für Ökosysteme auch höchst problematisch ist, war der Schaden für den Meinser Bach gewaltig.

Zu 80 Prozent hat sich das Gewässer nach Einschätzung Höhles bisher von dem Vorfall erholt. Doch auch damals dürfte der Zustand des Baches nicht perfekt gewesen sein, was in seiner Lage begründet ist. „Der Bach ist massiv durch den Schlammeintrag der Felder, Überdüngung und Wasserknappheit gefährdet“, erläutert Höhle auf Anfrage dieser Zeitung. Und: „Mögliche Wassergewinnungsvorhaben könnten die Situation verschärfen“, sagt der Umweltexperte mit Blick auf die mögliche Entwicklung an den Meinser Teichen (wir berichteten).

Der Bach wiederum sei ein wichtiges Laich- und Jungfischbiotop für eine Art der Bachforelle, die laut Höhle ausschließlich im System der Rodenbergrer Aue vorkommt. Dabei beruft er sich auf wissenschaftliche Untersuchungen.

Ensslen erklärt, dass das Schutzkonzept dem Rat vorgelegt wird, in der Hoffnung, dass dieser dafür stimmt, den Bach zum geschützten Landschaftsteil zu erklären. Dies könne eine Gemeinde selbst tun und dann per Satzung regeln, welche Art Nutzung in dem betreffenden Gebiet erlaubt ist. Der Meinser Bach verläuft vom Süntel über die ehemalige Nato-Station und Meinsen bis nach Lauenau, wo er in die Aue mündet. gus

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