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Neue Zukunft für das Müllerhaus

Restaurierung gestartet Neue Zukunft für das Müllerhaus

Es tut sich etwas am denkmalgeschützten Ensemble der ehemaligen Gutsmühle am Hülseder Ortsrand. Das Wohnhaus des Müllers wird restauriert. Dahinter ist schon der frühere Stauteich neu ausgebaggert worden. Unklar bleibt die Zukunft für das eigentliche Mühlengebäude. Dort sucht die Eigentümerfamilie von Bronsart nach Lösungen.

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Das Müllerhaus ist restauriert worden. Unklar ist die Zukunft des Mühlengebäudes (links).

Quelle: nah

HÜLSEDE.   Das zum Wasserschloss gehörende Anwesen, das im Volksmund nach dem Namen von drei Müllergenerationen auch Frevert-Mühle genannt wird, gilt als eine der ältesten seiner Art überhaupt. Schon 1525 soll es von den damals dort ansässigen Rottorps gebaut worden sein. Nur die direkt an der Aue gelegene „Mittelmühle“ wird bereits 1315 urkundlich erwähnt.

 Der Mahlbetrieb endete 1970. Danach diente das Müllerhaus zwar noch Wohnzwecken; das Technikgebäude jedoch verfiel. Der große Stauteich, in dem stets nachts das Wasser aus dem nahen Bachbett gespeichert wurde, um dies tagsüber für den Mahlbetrieb zu nutzen, verlandete. Müllerhaus und Stauteich stehen nun vor einer neuen Zukunft. Das Wohngebäude, das zuletzt noch Flüchtlingen als Heimstatt diente, ist entkernt worden und hat soeben einen komplett neuen Dachstuhl erhalten. Weitere Arbeiten an der Fassade erfolgen denkmalgerecht, bis die bereits auf den Termin wartenden neuen Mieter einziehen können.

Historische Konturen

 Der ehemalige Stauteich zeigt wieder seine historischen Konturen. Früher lieferte die heute zumeist ausgetrocknete Beeke das Wasser. Jetzt aber speisen vorwiegend zwei Quellen auf dem Gelände des Wasserschlosses sowie auf dem benachbarten Grundstück Kracke das Reservoir. Es müssen nur noch der Zulauf und auch der aus Bruchsteinen in Teilen gemauerte Ablauf entlang des Mühlengebäudes neu geöffnet werden. Nur für das Mühlengebäude selbst gibt es noch keine Lösung. Die Südwand ist in Teilen zusammengebrochen, sodass sich der vor elf Jahren erneuerte Dachstuhl zu neigen beginnt. Das Wasserrad aus Eisen ist völlig durchgerostet und dürfte nicht mehr restauriert werden können.

 Im Inneren befindet sich noch die komplette technische Einrichtung mit Mühlen-, Graupen- und Schrotgang über zwei Etagen. Dabei ist das Gebäude so vollgestopft, dass – so Hans-Wilhelm von Bronsart – „in ihm nicht einmal ein Fahrrad abgestellt werden kann“.

Vergangene Mühlentradition

 Und das ist das Problem. Die Familie will zwar auch den dritten Teil des Gesamtensembles erhalten, hat selbst aber keinerlei Nutzen davon: Die Wiederaufnahme des Mahlbetriebes sei undenkbar, der Erhalt der historischen Einrichtung aber mache Sinn – zum Beispiel auch als Anschauungsobjekt vergangener Mühlentradition.

 Für die Sanierung von Südwand und Rad entstehen Kosten von 110000 Euro, die die Familie von Bronsart nun von Dritten anwerben will. Schon laufen Anträge bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und beim Land. Vielleicht trägt auch das Dorferneuerungsprogramm einen Teil bei, das sich bereits bei Müllerhaus und Teich mit 30 Prozent beteiligt hat. Für Hans-Wilhelm von Bronsart, der in 40 Jahren dem Schloss zu neuem Glanz verhalf, ist der Erhalt des Mühlenensembles ein großes Anliegen. nah

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