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00:17 15.07.2017
Alles neu auch in der Küche: Kim Ritters mit Helfer Jan Gerlach.  Quelle: nah
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SCHMARRIE

Nach den schon im Januar begonnenen Vorbereitungen und der rechtzeitigen Materialbeschaffung legte die Bevölkerung an einem Sonnabendmorgen um 6 Uhr los. Binnen eines Tages wurde fast alles erledigt, berichtete jetzt der Vorsitzende des Radsportvereins Viktoria, Helmut Habekost, voller Stolz. Die Radsportler sind formal Eigentümer der 1986 eingeweihten Immobilie, die aber in einem „Hallenrat“ gemeinsam mit Siedlern und Feuerwehr alle Entscheidungen treffen.

Habekost aber trat zugleich einen symbolischen Schritt zurück: „Dass alles so gut funktioniert hat, ist nur Kim Ritters zu verdanken.“ Diese fand neben ihren familiären Pflichten und einer stundenweisen Beschäftigung genug Zeit, sich um alles zu kümmern. So organisierte die junge Mutter, die sich auch um Kinder und Jugendliche in Feuerwehr und Schützenverein kümmert, Terminpläne und fand versierte Handwerker. Vor allem aber rührte sie so intensiv die Werbetrommel, dass 63 Helfer mit anpackten, darunter auch Freiwillige aus Eimbeckhausen, die die Halle regelmäßig als Tanzsparte nutzen. „Alles zusammen“, glaubt Habekost, „sind bestimmt 500 Arbeitsstunden geleistet worden“.

Renovierung statt Neubeschaffung

Inzwischen geht Ritters, die in Jan Gerlach viel Unterstützung fand, durchaus mit Stolz durch die Räume: Im großen Saal erhielten die Wände einen neuen Anstrich und die Fenster Plissee-Gardinen. Ein Dachdecker dichtete den Übergang von Halle zu Geräteraum ab, an dem sich immer wieder Feuchtigkeit gebildet hatte. Alle Heizkörper wurden abmontiert und neu gestrichen. Auch die Küche erfuhr eine Renovierung und konnte um eine nagelneue Gefrierkombination ergänzt werden. Im Abstellraum fand sich nach der Demontage einer überflüssigen Tür Platz für neue Schränke. Andere Türen wurden abgeschliffen und neu lackiert. Den Aufwand nahm Ritters gern in Kauf: „Neuer Ersatz wäre einfach teurer gekommen.“ Zudem sollen Lampen in moderner LED-Technik Stromkosten sparen.

Im der Gemeinde Hülsede gehörenden Außenbereich wurde ebenfalls ausführlich der Pinsel geschwungen und eine Bodenluke, hinter der die Feuerwehr Materialien lagert, neu erstellt.

Das Beste aber verriet Habekost zum Schluss. Nur rund 1750 Euro hat das notwendige Material gekostet. Die Summe teilt sich der Radsportverein mit den vom Hallenrat verwalteten Vermietungserlösen. Vielleicht aber gibt es noch einen Zuschuss von der Gemeinde, hofft Habekost, weil diese ja die Eigentümerin des Vorplatzes sei: „Aber wir wollten dort erst klingeln, wenn hier alles fertig ist.“ nah

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