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Hülsede Tempo 50 – für sieben Monate
Schaumburg Rodenberg Hülsede Tempo 50 – für sieben Monate
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00:18 26.01.2015
Die Ausfahrt vom Sportgelände bei Hülsede ist nichts für schwache Nerven. Quelle: gus
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Hülsede

Dazu zählt Tempo 50 bei Hülsede – diesen Wunsch hegt die Gemeinde bereits seit Jahren, doch nicht nur für die etwa siebenmonatige Bauphase an der B442, sondern dauerhaft. Die Hoffnung ist bei Bürgermeisterin Marion Passuth mittlerweile nicht mehr allzu groß. Als das Thema jüngst im Gemeinderat von Zuhörer Egbert Gelfert angesprochen wurde, winkte Passuth ab: Sie habe ein „anstrengendes, informatives Gespräch“ beim Landkreis gehabt. Ergebnis: Tempo 50 wird nicht dauerhaft kommen, selbst das Siebziger-Limit sei schon ein Entgegenkommen.

 Damit hat die Bürgermeisterin mittlerweile so ziemlich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um an der Straße Tempo 50 zu erreichen. Einzig eine Verengung könne dies dauerhaft ermöglichen, denn die Rechtsabbiegespur an der Kreuzung mit der K60 ist die Krux: Die Straße ist zu breit und zu gut ausgebaut für 50 Stundenkilometer als Obergrenze. Die Gemeinde müsste die Spur auf eigene Kosten zurückbauen. „Und das kommt natürlich nicht infrage“, sagt Passuth mit Blick auf die immensen Kosten und die kommunale Finanznot.

 Da ist es geradezu eine Ironie, dass während der B442-Sperrung Tempo 50 gilt. Doch Passuth rechnet deshalb nicht mit einer angenehmen Zeit, wenn ab April bei Messenkamp gebaut wird und der Umleitungsverkehr Richtung Bad Münder durch ihre Gemeinde rollt. Es sei jetzt zeitweise bereits „ein Abenteuer“, die K57 zu überqueren, speziell für die vielen Kinder und älteren Menschen, die im Ortsteil Hülsede Siedlung wohnen.

 Kritisch sieht sie daher auch, dass die Landesbehörde eine Fußgängerampel nicht sofort aufstellt, sondern erst die Situation während der Umleitungsphase abwartet. Denn Brockmann signalisiert zwar eine Querungshilfe per Signalanlage, doch nicht sofort. Als Standort fällt die Kreuzung mit der K60 ohnehin flach, weil die Straße dort auch dafür zu breit ist. Deshalb wird die Ampel bei Bedarf an der Einmündung der Straße In der Siedlung aufgestellt. Das bedeute zwar einen Umweg, aber anders gehe es nicht. So, wie die K57 bei Hülsede gebaut wurde, würde das heute nicht mehr gemacht, so Brockmann. „Die stammt aus einer anderen Zeit“, sagt er.

 Immerhin käme der Standort der Ampeln dann den Besuchern des Sportplatzes und des Concordia-Klubheims entgegen. Denn dies ist ein anderer Brennpunkt der Gemeinde. Auch dort ist der Landkreis Passuth zufolge nicht bereit, Tempo 50 auszuschildern, weil der Bereich außerhalb der geschlossenen Ortschaft liegt. Immerhin hat die Bürgermeisterin erreicht, dass die Polizei künftig häufiger „blitzen“ will. Das könne die Autofahrer zur Räson bringen.

Von Guido Scholl 

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