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Hülsede Texte und Musik zu alten Fresken
Schaumburg Rodenberg Hülsede Texte und Musik zu alten Fresken
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16:01 14.09.2011
Christina Ziegler und Hartmut Grün wollen der Hülseder „Bilderbibel“ Töne widmen. Quelle: nah

Hülsede (nah). Ziegler selbst wird an Orgel und Klavier sitzen; der Trompeter Hartmut Grün ergänzt die musikalische Vorstellung. Die Texte liest Clemens-Christian Stummeyer; einen Überblick über die Kirchenhistorie gibt Eckhard Arndt.

400 Jahre sind die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament inzwischen alt. 1577 fertigte sie der Mindener Maler Jürgen Dove an den Wänden und in den Gewölbekappen an. Dessen Bezahlung erfolgte vermutlich durch Landwirtsfamilien. Deren Namen sind zum Teil an den Kunstwerken entzifferbar. Dass sich die Fresken erhalten haben, ist einer späteren Mode der Zeit zu verdanken: Die aufwendigen Malereien verschwanden irgendwann unter einer dicken Kalkschicht und wurden erst 1906 bei Renovierungsarbeiten wieder entdeckt.

Die an der hölzernen Empore gemalten Porträts der Apostel und des Reformators Martin Luther stammen aus dem Jahr 1578 und wurden wahrscheinlich durch Handwerkerfamilien finanziert.

Dass die Kirche einen so besonderen Schmuck erhielt, hat auch etwas mit der unzulänglichen Bildung der Bevölkerung des 16. Jahrhunderts zu tun. Da nur wenige Gläubige lesen und schreiben konnten, brachten ihnen die Fresken biblische Ereignisse näher.