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Hülsede Warten auf die Vorarbeiten
Schaumburg Rodenberg Hülsede Warten auf die Vorarbeiten
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17:07 01.06.2018
Die Straßen in Hülsede haben wahrlich schon besser ausgesehen. Quelle: tro
Hülsede

„Die Mittel dafür stehen bereit“, sagte Gemeindedirektor Martin Schellhaus in der vergangenen Ratssitzung. Begonnen werden soll mit der Süntelstraße sowie der Schaumburger Straße, wofür – Gehwegarbeiten eingeschlossen – 80.000 Euro vorgesehen sind.

Erst wird Kanalisation geprüft

Bevor es damit losgehen kann, sind Vorarbeiten nötig. „Die Kanalisation muss gecheckt werden, damit wir am Ende nicht doppelt bezahlen“, sagte Bürgermeisterin Marion Passuth. Sei diese ebenfalls sanierungsbedürftig, müsse man damit beginnen. Die Kosten in einem solchen Fall trügen die Samtgemeinde beziehungsweise der Abwasserverband.

Die Verwaltung soll die Prüfungen nun durchführen, nach Wunsch des Rates lieber gestern als heute. Doch es wird wohl noch etwas dauern damit. „Wir haben in der Samtgemeinde Hunderte Kilometer Straßen, die wir nach und nach abarbeiten“, gab Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla zu bedenken.

Gelfert: „Höchste Eile geboten“

Die erneuten Diskussionen gingen auf einen Antrag der Wählergruppe Hülseder Gegenwind zurück. Die Sanierungen waren laut Ratsherr Egbert Gelfert bereits vor einem Jahr beantragt worden. „Passiert ist bisher nichts“, sagte er. Dabei sei „höchste Eile geboten“, weil die Straßen mehr und mehr kaputtgingen und die Preise steigen würden. „Wir reden hier seit zwei Jahren über Straßen, und es geht einfach nicht voran“, sagte auch Harald Schmidt (SPD).

Gelfert regte darum an, alle Straßen in einem Zuge zu sanieren. Das Problem dabei: Das Geld in der Gemeinde ist knapp. „Wir können nicht alles auf einmal wuppen“, sagte Passuth. Gelfert wiederum forderte: „Es muss ermittelt werden, welche Summe noch zur Verfügung steht und wie viele Straßen wir damit sanieren können.“ Was wirklich übrig sei, wisse man aber erst am Jahresende, so Hudalla.

Im Oktober hatten Rat und Verwaltung die Straßen der Gemeinde unter die Lupe genommen und Handlungsbedarf festgestellt. Bei den Straßensanierungen handelt es sich aber nicht um eine Investition, sondern um eine Unterhaltungsmaßnahme – die Kosten müssen deshalb im Ergebnishaushalt erwirtschaftet werden. Wo möglich, sollen die Straßen dann im relativ günstigen DSK-Verfahren saniert werden. tro