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Weiteres Konzept für Hülseder Bach vorgestellt

Schutz vor Hochwasser Weiteres Konzept für Hülseder Bach vorgestellt

Der Hülseder Bach bereitet den Einwohnern des Ortes nach wie vor Probleme. Die Wassermassen bei starkem Regen besser im Zaum zu halten, ist allerdings nur bedingt möglich.

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Trotz bereits vorhandener Schutzmaßnahmen bereitet der Hülseder Bach der Gemeinde weiterhin Sorgen.

Quelle: gus

Hülsede (gus). Jürgen Rabe, Ingenieur des Büros Kirchner, stellte die Pläne für ein Hochwasserkonzept vor, das an die bereits vorgenommenen Maßnahmen anknüpft. Derzeit fließt der Bach vom Wald aus in Richtung Süntelstraße. Innerorts verläuft das Gewässer in Rohren, ehe er im Bereich des Schlosses wieder ans Tageslicht kommt und nach Messenkamp weiterfließt.

 2014 hatte es sowohl am 30. April als auch am 3. August starke Regengüsse gegeben, die auch zu Überflutungen geführt hatten. Ansonsten hat sich das bisherige Schutzkonzept bewährt, so Rabe. Die beiden Starkregen-Tage im Jahr 2014 entsprachen Niederschlagsereignissen, wie sie statistisch gesehen alle sechs respektive alle zehn Jahre auftreten.

 Problematisch an der aktuellen Situation ist, dass innerorts wegen der Verrohrung des Baches kaum Handlungsspielraum besteht. Der Regen am 30. April 2014 habe noch weitgehend durch die Schächte abfließen können, allerdings sei an der Straße Über der Beeke Wasser nach oben ausgedrungen. Bei noch stärkerem Regen kommt die Gemeinde nach Rabes Berechnung nicht um Überflutungen herum.

 Eine bessere Entwässerung der Straße Steinecke wäre mit einem neuem Einlaufbauwerk und optimierter Straßenentwässerung möglich, skizzierte Rabe. Von Vorteil wäre es, den Landwirten, die die Äcker neben dem Bach bearbeiten, eine andere Bewirtschaftungsrichtung vorzuschlagen, sodass die Furchen nicht im rechten Winkel auf den Bach zulaufen.

 Ein zusätzlicher Entwässerungsgraben wäre ein weiteres Instrument, zudem könnten vorhandene Gräben an das vorhandene Regenrückhaltebecken angeschlossen werden. Möglich sei darüber hinaus, ein Teil des Wassers, das im Hülseder Bach auf den Ort zufließt, östlich an Hülsede vorbeizuführen. Hinter der Ortschaft flösse das Wasser wieder zurück in den Bach.

 Ein weiteres Regenrückhaltesystem wäre Rabe zufolge aufwendiger als die von ihm erklärten Schritte und in etwa genauso teuer. Bauamtsleiter Jörg Döpke riet dazu, die Kirchner-Ausarbeitung auszuwerten und noch nichts zu beschließen. Denn die Gemeinde habe auch vor, die Steinecke zu sanieren – dies hänge mit dem Hochwasserkonzept zusammen.

+++Info+++

Vorerst kein Landschaftsschutz

Ratsherr Michael Ensslen (Grüne) hatte beantragt, im unteren Bereich des Hülseder Baches ein Landschaftsschutzgebiet ausweisen zu lassen. Dazu sollte die Gemeinde Hülsede einen entsprechenden Antrag an den Landkreis stellen. Bürgermeisterin Marion Passuth (SPD) fragte nach Vor- und Nachteilen eines solchen Schutzgebiets. Ensslen versicherte, es gebe keine Einschnitte für die Bewirtschaftung dortiger Äcker, ein Vorteil wäre die Konservierung der wertvollen Flora und Fauna. Friedrich Imhoff (CDU) sah dennoch keine Notwendigkeit eines Landschaftsschutzgebiets, zudem sei möglicherweise dennoch ein Fallstrick in einer solchen Ausweisung versteckt. Der Punkt wurde daher zurückgestellt – Ensslen soll nun zu einer späteren Ratssitzung detaillierter zu den Folgen Stellung nehmen. Gemeindedirektor Günther Wehrhahn forderte fundierte Fakten und warnte vor negativen Einflüssen auf das Hochwasserschutzprojekt.

gus

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