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Zwangsarbeiter in Hameln bestattet

Hülsede / Geschichte Zwangsarbeiter in Hameln bestattet

Zwangsarbeiter, die im Dritten Reich in Hülsede gearbeitet und gewohnt haben, sind auf einem Hamelner Friedhof bestattet worden. Dies hat der Hülseder Michael Ensslen herausgefunden.

Hülsede. Ensslen arbeitet derzeit an einem Buch zum Thema Zwangsarbeit und steht in Kontakt mit dem Hamelner Geschichtsforscher Bernhard Gelderblom und dem auf NS-Gräuel spezialisierten International Tracing Service (ITS).

 Bei seiner Recherche stieß der Hülseder nun auf den Hinweis, dass sechs Zwangsarbeiter, die in Hülsede arbeiten mussten, auf dem Friedhof Wehl in Hameln begraben worden sind.

 Die Zwangsarbeiter waren Ensslen zufolge in einem Krankenhaus in Hameln gestorben, die Todesursachen waren Magenerkrankungen, was laut Ensslen auf die mangelnde Ernährung schließen lasse. Dass die Begräbnisstätte außerhalb des Landkreises Schaumburg liegt, passt ins Bild. Denn das Thema Zwangsarbeit ist in Schaumburg bisher kaum erforscht worden. Ein Grund dafür könnte sein, dass Zwangsarbeiter häufig außerhalb der heutigen Kreisgrenzen bestattet wurden.gus

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