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Abschied vom Bauwagen

Feggendorf / Stolln Abschied vom Bauwagen

Genau zehn Jahre nach dem Start einer Handvoll Helfer, den weitgehend eingefallenen „Feggendorfer Stolln“ wieder begehbar zu machen, steht die Mannschaft des Fördervereins vor der Erfüllung ihres größten Wunsches: Das neue Zechenhaus auf den Grundmauern des alten Betriebsgebäudes ist fertig.

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Quelle: Archiv

Feggendorf. Am Sonntag kann sich die Bevölkerung beim traditionellen Bergfest zum Ende der Besuchersaison dort umschauen.

 Mehr als 50 Jahre nach der Stilllegung der kleinen Zeche hatten der junge Lauenauer Florian Garbe und einige Freunde mit der Aufwältigung des alten Stollens begonnen. Jahre vorher waren Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins bemüht gewesen, wenigstens den alten Eingang des Bergwerks herzurichten. Garbe aber wollte ein Beispiel für den Kohleabbau im Deister bewahren.

 Dass schon auf den ersten zehn Metern bereits 670 Schubkarren von Hand befüllt und ans Tageslicht transportiert werden mussten, schreckte die Gruppe ebenso wenig ab wie schwere Streckenbrüche, Wassereinfall oder rasch morsch werdende Holzstützen. Heute sind weit über 100 Meter begehbar. Der von Experten stets begleitete Rundgang führt direkt durch ein noch vorhandenes Kohleflöz sowie in die sogenannte Grundstrecke, die tief im Deister mehrere Zechen miteinander verband.

 Über Tage aber waren die räumlichen Voraussetzungen primitiv. Ein alter Bauwagen und ein rostiger Container dienten als Umkleide, Aufenthaltsraum und Lager. Arbeiten mussten bei Wind und Wetter im Freien erledigt werden. Doch bis zur Bewilligung eines neuen Gebäudes mitten im Wald war es ein langer Weg.

 Das Zechenhaus aber kann künftig Auflagen erfüllen sowie eine Werkstatt und auch Umkleidemöglichkeiten und Toiletten für Besucher bieten. Trotzdem will der Förderverein keinen Publikumsmagneten im Wald schaffen. Gäste müssen weiterhin den steilen Aufstieg bis zum Zechenplatz zu Fuß bewältigen. Es bleibt bei den bisherigen Öffnungszeiten nur an Sommersonntagen oder nach Vereinbarung.

 Vor eingeladenen Gästen wird das Gebäude heute um 15 Uhr seiner Bestimmung übergeben. Am Sonntag ist die Bevölkerung zum Bergfest eingeladen. Nach einem Stollen-Gottesdienst um 10 Uhr beginnen Führungen in die Zeche und durch das neue Gebäude. Für das leibliche Wohl wird ebenso gesorgt sein wie für Kinderaktionen. So steht ein Original-Schienenfahrrad bereit. nah

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