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Aktionstag am Stollen

Tief in den Berg Aktionstag am Stollen

Maschinen dröhnen, die Siebmaschine rattert, Loren quietschen über Gleise: Richtig was los war auf dem Vorplatz des „Feggendorfer Stolln“.

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Vor den Augen von Besuchergruppen werden in der Zeche die Kohlenloren beladen.

Quelle: nah

FEGGENDORF. . Eigentlich herrscht hier an Wochenenden und manchen Abenden immer reges Arbeiten. Doch beim Tag „Bergwerk in Betrieb“ zogen die behelmten Kumpels alle Register.
Betriebsleiter Florian Garbe sieht die Ereignisse rund um die ehemalige Kleinzeche derzeit ohnehin mit leuchtenden Augen. Zurzeit 25 Mitglieder zählt seine Mannschaft, die sich immer weiter tief in den Berg buddelt. 450 Meter Stollengänge sind bereits erschlossen. Weitere 200 Meter wollen sie in den nächsten Monaten schaffen, um dann endlich die Sprengkammer zu erreichen. Das Bergamt in Clausthal-Zellerfeld nickt wohlwollend: Eines Tages dürfen sie Besucher betrachten.
Doch auch so ist der Weg in die Finsternis, der nur mit Helm, Geleucht und unter Aufsicht erfolgen darf, schon recht lang. Eine Stunde dauert es mindestens; bei vielen Fragen noch viel länger. Trotzdem bilden sich immer wieder Schlangen. Kinder können es vor Neugier kaum erwarten.
Dabei tut sich doch auch im gleißenden Sonnenlicht an diesem schönen Herbsttag allerhand. Kleine Kraftprotze spalten mit dem Hammer Steine und scheuen sich auch nicht vor schwarzen Händen an einem großen Kohlestück.
Gern hat ein junger Vater mit seinem Steppke das Angebot angenommen, selbst im Flöz ein paar Stücke vom „Schwarzen Gold“ zu lockern und es stolz mit nach Hause zu nehmen. Bergleute schieben eine große Lore heran. Nun schaufeln sie deren Inhalt in die Siebmaschine. Aus dem Publikum möchte wohl keiner mit den Akteuren tauschen: Sie schwitzen ebenso bei ihrer Arbeit wie ihre Kollegen im Stollen. Dort wird gerade wieder ein Stück Strecke freigemacht: Der Presslufthammer dröhnt. Schwere Gesteinsbrocken poltern in die Lore.
Unterdessen hat Silke Hafenrichter ihrem Haflinger das Zaumzeug umgelegt. Wieder soll es als Grubenpferd einen voll beladenen Kohlewagen aus der Zeche ziehen. Es ist eine Premiere, weil es sich um einen ersten Nachbau der früher im Deister verwendeten hölzernen Loren handelt. Die weitaus schweren Waggons aus Stahl habe es hier nie gegeben, weiß Garbe: „Aber sie haben uns die Arbeit enorm erleichtert.“ nah

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