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Alles, nur keine Nachmacher

Lauenau Alles, nur keine Nachmacher

Die Rock- und Metal-Band „Ocean of Time“ hat im Sommer nach zweijähriger Pause eine Art Comeback auf den hiesigen Musikbühnen gefeiert – das war aber nur der Vorgeschmack auf ihr zweites Studio-Album namens „Fallen World“. Und dieser Silberling hat es wahrlich in sich.

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Ingo Dageförde (von links) Frank Paul und Nils Hitzemann sind „Ocean of Time“.

Quelle: pr.

LAUENAU. Der Lauenauer Frank Paul (Gesang, Gitarre), der Haster Ingo Dageförde (Bass, Keyboard) und der Soldorfer Nils Hitzemann (Schlagzeug) zeigen, dass auch Metal-Veteranen noch für frischen Wind sorgen können. „Fallen World“ ist als Album so eigenständig, dass dessen Rezension ohne die üblichen „Klingt wie“- und „Erinnert an“-Floskeln auskommt.

Selbstverständlich haben „Ocean of Time“ den Metal nicht neu erfunden. Dennoch eifern sie nicht, wie viele jüngere Combos, irgendeiner Genre-Ikone nach. Schon der Opener, „Fallen World“, kommt sowohl experimentell als auch verdammt heavy daher. Gleich darauf folgt das hymnenhafte „You Fool“.

Und danach gibt es eine echte Überraschung: Mit „Crying“ und „Rough“ sind zwei Stücke auf dem Album gelandet, deren Ur-Versionen Frank Paul 1992 bereits mit seiner damaligen Band „Bird of Prey“ eingespielt hat – seinerzeit produziert von „Rough Silk“-Frontmann Ferdy Doernberg. „Crying“ kommt in 2017 weniger zornig, dafür aber um einiges melodischer daher. Und „Rough“, das vor 25 Jahren schon überraschend erwachsen geklungen hatte, entfaltet in der jetzigen Aufnahme erst sein ganzes Potenzial.

Ein dreckiger Sound der begeistert

Geprägt wird das neue Album von Mid- und Up-Tempo-Nummern, doch „Ocean of Time“ haben auch gefühlvolle Songs eingestreut wie das balladeske „Part of me“. Mit ihren Backing-Vocals verleihen Ingo Dageförde und Nils Hitzemann den Refrains zusätzlichen Druck. Alle drei Musiker beweisen ihre hervorragenden Fähigkeiten an ihren Instrumente und nehmen sich abseits der Basisarbeit immer wieder Raum für verspielte Momente.

Ein Coversong ist auch vertreten: „Rebel Yell“ von Billy Idol. Wer sich an solchen Granaten versucht, begibt sich bekanntlich auf dünnes Eis, doch „Ocean of Time“ machen ihre Sache erwartungsgemäß klasse und verleihen dem Song einen herrlich dreckigen Sound. Frank Pauls Stimme eignet sich für derlei Experimente erstaunlich gut – vielleicht probiert es das Trio auf dem nächsten Album ja mal mit einem Stück von Ian Dury.

Das Beste an dem neuen Album: Die Songs sind in Kürze wieder live auf den Bühnen in der Region zu hören. Nach einem Gig am kommenden Sonnabend in Bremerhaven planen „Ocean of Time“ Auftritte in Minden (18. November), Barsinghausen (25. November), Rinteln (9. Dezember) und Hannover (13. Januar). gus

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