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Auf und Ab im „Düvelhuus“

Frischer Wind Auf und Ab im „Düvelhuus“

Im Lauenauer „Düvelhuus“ zieht offenbar wieder mehr Leben ein. Zuletzt probten nur noch drei Jugendliche vorwiegend donnerstags. Doch jetzt haben sich gleich zwei neue Gruppen angemeldet. Es sind allerdings alles erwachsene Musiker.

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Drei junge Musiker proben derzeit im „Düvelhuus“. Erwachsene im Hintergrund wollen Ansprechpartner für neue Gruppen sein.

Quelle: nah

Lauenau. Vor Jahren war das Jugend- und Kulturforum (Jukufo) angetreten, um jungen Leuten Beschäftigung in der Freizeit anzubieten. Musiker sollten sich finden; es gab zeitweilig sogar ein kleines Seminarprogramm mit Angeboten für Theater und Tanz. Der Flecken Lauenau unterstützte die Aktivitäten, indem er das von ihm erworbene frühere Geschäftshaus am „Rundteil“ dem Verein zur Verfügung stellte.

 Doch das übliche Auf und Ab, das Verantwortliche in der Jugendarbeit kennen, traf auch die hiesigen Verantwortlichen. Schulpflichten, Abitur, Studium oder Beruf ließen die Zahl der Nutzer zuletzt deutlich bröckeln. „Das Abi nach zwölf Jahren macht uns dabei ebenso zu schaffen wie die zunehmende Ganztagsbetreuung“, räumt Norbert Bruhne vom Jukufo-Vorstand ein: „Eigentlich wird der Jugend auf diese Weise die Freizeit geklaut.“

 Vorsitzende Ulrike Fomm-Ebeling sieht das ähnlich. Der Korridor am Nachmittag und frühen Abend sei enger geworden. Und wenn die Alternative zwischen Schularbeiten, Sport und Musik bestehe, bleibe wohl die Musik am schnellsten auf der Strecke. Doch sie ist zuversichtlich, dass sich auch im „Düvelhuus“ die Kurve wieder nach oben drehen kann. Deshalb hat sie gern die Bitte zweier Bands angenommen, die Räume zum Üben zu benutzen. Die Erwachsenen, die zum Teil auch Familienväter sind, würden nicht nur Mitglied im Verein. Sie stehen jungen Leuten als Ansprechpartner ebenso zur Verfügung wie das Duo „Honoris“, dem auch Bruhne angehört. Durch so viel „Bandcoaching“ könnten rasch neue Gruppen gefördert werden, glaubt dieser.

 Das bereits etablierte Nachwuchstrio „Minus 20 Grad“ mit Musikern und Sängerin braucht dagegen Hilfe ganz anderer Art. Dringend werde ein Bassist oder Schlagzeuger im Alter von etwa 13 Jahren gesucht.

 Keinen Kontakt gibt es nach Angaben des Vorstands zu der von der Samtgemeinde Rodenberg eingestellten Jugend-Sozialarbeiterin: „Sie hat sich einmal vorgestellt, seitdem haben wir nichts wieder von ihr gehört“, bedauert Fomm-Ebeling. Dabei sei doch gerade das „Düvelhuus“ ideal geeignet für Treffs aller Art – auch von jugendlichen Nicht-Musikern.

 Desiree Hoffmann, die die Stelle „Offene Jugendarbeit Rodenberg“ ausfüllt, sieht ihre Funktion anders: „Ich mache mir die Gedanken über Aktivitäten mit den Jugendlichen – und nicht mit Erwachsenen.“ Zudem solle ein Jugendtreff nicht nur aus Musik bestehen. Derzeit befinde sie sich noch in der Kennenlernphase und habe Kontakt zu etwa 20 Heranwachsenden. Allerdings erwarte sie, dass die lokale Politik alsbald eine Entscheidung treffe, wo auf Dauer ein Jugendtreff einzurichten sei. Zwei Standorte in der Samtgemeinde könne es angesichts ihrer Halbtagsstelle nicht geben: „Dann müsste ich zur Vollzeitkraft werden.“ nah

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