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Autohof Lauenau vor der Schließung

60 Arbeitsplätze in Gefahr Autohof Lauenau vor der Schließung

Der Maxi-Autohof bei Lauenau steht nach Angaben des Betreibers KMS vor der Schließung. Weil die bereits im Juli abgeschalteten Spielautomaten dauerhaft wegfallen, erwartet Geschäftsführer Frank Börgeling die Schließung innerhalb der nächsten drei bis vier Monate.

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Quelle: PR

LAUENAU. Der Hintergrund ist die Glückspielstättenverordnung, der zufolge bundesweit die Hälfte aller Spielhallen schließen sollen, um die Risiken durch Glückspiel zu minimieren. An der Autobahn wurde gelost, und während der Maxi-Autohof die Zahl seiner Automaten von 36 auf zwölf herunterfahren musste, dürfen vergleichbare Geräte einer anderen Spielhalle im Lauenauer Logistikpark weiter betrieben werden. Und auch bei Bantorf dürfen nach Informationen dieser Zeitung die meisten Spielautomaten bis 2020 weiter betrieben bleiben. Der dortige Total-Autohof muss im kommenden Jahr nur ein Gerät abschaffen, wie Betreiber Jürgen Runge auf Anfrage erklärte.

40 Prozent Umsatz aus den Spielhallen

Börgeling sagt, dass 40 Prozent des Umsatzes des Maxi-Autohofes bis Juli dieses Jahres aus den Spielhallen stammten. Da davon nun zwei Drittel wegfallen, rechnet er mit erheblichen finanziellen Problemen. Von der Schließung wären außer Tankstelle und Spielhalle auch das Restaurant, die Burger-King-Filiale und 160 Lastwagen-Parkplätze betroffen. 60 Arbeitsplätze gingen bei Lauenau verloren.

Dies und der damit einhergehende Gewerbesteuerverlust treiben auch die Samtgemeinde um. „Sollte der Autohof schließen, brechen uns wichtige Steuereinnahmen weg. Es sind Arbeitnehmer aus der Region betroffen“, erklärt Jörg Döpke, zuständiger Fachbereichsleiter im Rodenberger Rathaus. Der Bedarf an Lastwagenstellplätzen sei da – derzeit würden bei Bad Nenndorf mit Steuergeld neue gebaut.
Döpke, der selbst im SPD-Ortsverein der Deisterstadt aktiv ist, hält das strikte Vorgehen der Landesregierung für überzogen.

Antrag auf Härtefallprüfung ohne Erfolg

„In anderen Bundesländern geht man damit ganz anders um“, so Döpke. Er glaubt auch nicht, dass die Schließung von Spielhallen die Glücksspielnutzung verringere. Es gebe viele kaum kontrollierbare Möglichkeiten dazu, vor allem im Internet. In dieselbe Kerbe haut auch Börgeling. Er verweist auf neun Maxi-Autohöfe in anderen Bundesländern, die ihre Automaten zunächst stehen lassen dürfen. Für Lauenau habe er einen Antrag auf Härtefallprüfung beim Wirtschaftsministerium eingereicht, der ohne Erfolg blieb.

Die Pressestelle des Ministeriums von Wirtschaftsminister Olaf Lies äußerte sich auf Anfrage dieser Zeitung nicht zu dem Thema. gus

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