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Besser Baukräne als zugenagelte Fenster

„Lauenauer Runde“ Besser Baukräne als zugenagelte Fenster

Mit einem Dank an zahlreiche ehrenamtliche Helfer und mit einem Blick auf konkrete Vorhaben in den kommenden Monaten hat in Lauenau das Jahr begonnen. Beim Neujahrsempfang der „Lauenauer Runde“, der von Geigenvirtuosen aus Bad Pyrmont begleitet wurde, kündigte Vorsitzender Klaus Kühl eine bessere Unterstützung kleiner örtlicher Vereine an.

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Lauenau. Gemeindedirektor Sven Janisch sah die Einwohner in der Pflicht: „Rat, Politik, Vereine und ‚Runde‘ können nur den Rahmen vorgeben. Diesen müssen die Bürger ausfüllen.“ Kühl forderte erneut weitere personelle Unterstützung: „Viele Menschen freuen sich auf unsere Veranstaltungen. Aber die organisieren sich nicht von allein.“ So sei er dankbar für das „Bauteam“ der Runde und auch die Hilfe des Samtgemeinde-Bauhofs. Sein Lob galt der Kulturinitiative: „Wer hätte vor Jahren gedacht, dass Leute wie Ingolf Lück oder Lisa Fitz in Lauenau auftreten?“
Bürgermeister Heinz Laufmöller sah eine auch für Lauenau weiter wachsende Bedeutung der Autobahn. Mit deren Vorteilen wie auch Nachteilen habe die Bevölkerung zu leben. Er sei sich jedoch sicher, dass „einer großen Mehrheit Baukräne lieber sind als zugenagelte Fenster“. Hoffnung setzte er in den denkmalgerechten Ausbau von Marktstraße 1. „Wir wollen dort einem modernen Betrieb mit Fleisch, Fisch und Tagesrestaurant eine gute Bleibe geben“, kündigte Laufmöller an. Die ersten Aufträge würden bereits im Januar erteilt.
Für Feggendorf stellte er den barrierefreien Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus in Aussicht. Zugleich wehrte er sich gegen die Darstellung, dass kleine Orte allein besser überleben könnten: „Dann wären aufwendige Feggendorfer Maßnahmen wie Regenrückhaltung und Ausbau der Wiesenstraße nicht möglich gewesen.“
Gemeindedirektor Sven Janisch sah noch etliche „weitere Projekte auf dem Zettel“: „Wenn wir nur die Hälfte davon schaffen, wäre das schon eine ganze Menge.“ Lauenaus günstige Einnahmensituation durch Vermietungen erlaube es, die Steuerhebesätze konstant zu halten und freiwillige Leistungen zu finanzieren: „Es ist doch nicht selbstverständlich, wenn die Gemeinde allein 250 000 Euro für Jugend, Sport und Kultur aufbringen kann.“

+++Info+++

Beim Lauenauer Neujahrsempfang hat sich Bürgermeister Heinz Laufmöller an den gleichfalls anwesenden neuen Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla gewandt. Unmittelbar nach dessen Wahl sei von einer jetzt einsetzenden „Redemokratisierung der Mitarbeiter im Rathaus“ die Rede gewesen. Dies empfinde er geradezu als eine Beleidigung der Beschäftigten. Er sei sich sicher, so Laufmöller weiter, dass Hudalla selbst eine solche Redewendung nicht gebraucht habe. Doch hätte er gern „eine energische Richtigstellung“. Hudalla, der in seinem Grußwort die „große Zahl der Anwesenden als Zeichen für großes Interesse am Flecken“ interpretierte und „im vergangenen Jahr viele gute Dinge entwickeln“ sah, ging auf Laufmöllers Bitte nicht ein.

Von Bernd Althammer

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