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Bordell-Brand: War es die Ex-Geliebte?

Mordprozess gegen Uwe K. Bordell-Brand: War es die Ex-Geliebte?

Die frühere Geliebte des mordverdächtigen Uwe K. aus Lauenau kommt nicht aus der Schusslinie. Vor dem Schwurgericht in Bückeburg haben beide Verteidiger die Belastungszeugin am Montag mit einem Fall von schwerer Brandstiftung in Verbindung gebracht.

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Lauenau/Bückeburg. Die Anwälte vermuten einen Zusammenhang zwischen dieser Tat und dem Mordprozess.

 Am Sonntag, 15. Mai, war in einem Hannoveraner Wohnungsbordell ein Feuer ausgebrochen. Zwei Frauen, die dort anschaffen gingen, erlitten eine Rauchgasvergiftung beziehungsweise einen Schock. Mit einer von ihnen soll Uwe K. früher ebenfalls eine Affäre gehabt haben – quasi die Nebenbuhlerin der anderen Geliebten. „Sie fühlt sich bedroht und glaubt, dass sie das Ziel des Brandes gewesen sein könnte“, berichtet Christoph Hessel, einer der beiden Verteidiger.

 Nach dem Brand in Hannover hatte die Polizei „Ermittlungen gegen eine 44-Jährige aufgenommen“, wie es in einer Pressemitteilung der Behörde heißt. Im Mordprozess haben die Anwälte gestern beantragt, die Ermittlungsakte aus dem Verfahren wegen schwerer Brandstiftung beizuziehen. Sie wollen wissen, ob die verdächtige 44-Jährige identisch mit jener Ex-Geliebten ist, die Uwe K. schwer belastet. Vom Alter würde es passen.

 Aus einem Versteck im Zwischentrakt des Wohn- und Geschäftshauses will sie am Mittag des 27. Mai 2015 gesehen haben, dass der 45-Jährige mit einer seine Frau Ines getötet hat. Anfangs hatte die Zeugin behauptet, zur Tatzeit in Bad Nenndorf gewesen zu sein.

 Einige Zeit nach dem Tötungsdelikt hatte Uwe K. die 32-jährige Prostituierte aus Hannover als Haushaltshilfe beschäftigt und wohl auch Sex mit ihr gehabt. Heute fühlt sich die jüngere Geliebte laut Verteidiger Hessel von der älteren bedroht.

 Bereits vor dem Brand in Hannover hatte die Haushaltshilfe als Zeugin ausgesagt und von einem Einbruch in Lauenau berichtet, wohin sie vorübergehend umgezogen war. Als der oder die Einbrecher kamen, saß Uwe K. schon in Untersuchungshaft. Auch die 32-Jährige war nicht zuhause. Einen Tag vor dem Einbruch will sie vor dem Gebäude eine schlanke Person stehen gesehen haben, die Motorroller fuhr und einen Helm trug. Die Beschreibung würde auf die ältere Geliebte zutreffen. Erwiesen ist bisher nicht, dass sie den Einbruch begangen hat.

 Um Wertsachen soll es dabei nicht gegangen sein. Den Angaben zufolge wurde die Bibel der 32-Jährigen zerschnitten, außerdem eine Haarsträhne ihres Kindes gegen anderes Haar ausgetauscht. „Wer das Haar mitgenommen hat, wollte mir wehtun“, glaubt sie. Überdies sollen der oder die Täter die Seite eines Familienalbums aufgeschlagen haben, auf der ein Foto von Uwe und Ines K. zu sehen war. Laut Verteidiger Christoph Hessel fühlt sich die jüngere Ex-Geliebte von der älteren bedroht, umso mehr nach dem Brand in Hannover. „Einziger Sinn des Einbruchs“ sei aus ihrer Sicht gewesen, „dass sie eingeschüchtert werden sollte“.  ly

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