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Darüber sprach Uwe K. mit Ex-Geliebter

Mordprozess Lauenau Darüber sprach Uwe K. mit Ex-Geliebter

Im Mordprozess gegen Uwe K. hat das Bückeburger Schwurgericht damit begonnen, einen Teil der abgehörten Telefongespräche öffentlich vorzuspielen. Nach dem gewaltsamen Tod von Ines K. am 27. Mai 2015 hatte sich der Lauenauer mit seiner Ex-Geliebten vor allem über Vernehmungen bei Polizei und Staatsanwaltschaft unterhalten.

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Quelle: Archivfoto

Lauenau/Bückeburg. Beide waren vorgeladen und getrennt voneinander befragt worden. Uwe K. kam kurz in Untersuchungshaft. „Ich gebe doch nichts zu, was ich nicht war“, beklagt K. sich an einer Stelle über die Verhörmethoden. Er sei „echt scheiße behandelt“ worden. „Die haben mich richtig unter Druck gesetzt“, beklagt sich K. am Telefon. Seine Geliebte tröstet ihn: „Es tut mir so leid.“

Für Oberstaatsanwalt Frank Hirt sind vor allem Passagen von Bedeutung, in denen die 43-Jährige darauf zu sprechen kommt, dass Uwe K. am Todestag seiner Frau gegen 6 Uhr früh im Internet nach der Rufnummer für einen Krankenwagen gesucht haben soll. Ines K. war erst mittags ermordet worden. Hirt: „Der Angeklagte hat die Tat geplant und wollte die Nummer bereithalten.“

Am Telefon erzählt die Geliebte ihrem Freund, dass Polizisten ihr von der Nummernsuche erzählt hätten. K. geht zuerst nicht darauf ein. Erst in einem späteren Gespräch („Ich hab‘ noch mal über den Rettungsdienst nachgedacht“) erklärt er der Frau: „Ich weiß selber nicht mehr, ob ich’s gemacht habe.“ Der Handwerksmeister erzählt, dass zuvor „jemand von der Bauaufsichtsbehörde“ darauf hingewiesen habe, dass in der Firma „überall Verbandskästen und Feuerlöscher sein müssten“.

Morgendliche Google-Suche eines der wichtigsten Indizien

Nach eigener Darstellung könnte K. also auch deshalb nach der Nummer gesucht haben. „Es wirft natürlich ein schlechtes Licht auf mich, wenn ich’s wirklich getan habe“, wird ihm klar – und das am Morgen des Todestages. „Das ist ein Zufall“, beruhigt die Geliebte. Tatsächlich gehört die morgendliche Google-Suche zu den besonders gewichtigen Indizien, die die Anklage gegen K. auffährt.

Anfangs gab es nur Indizien, mittlerweile gibt es auch die belastende Aussage der Ex-Geliebten. Die 43-Jährige will die Tat aus einem Versteck im Zwischentrakt des Wohn- und Geschäftshauses beobachtet haben. Das Gericht lässt eine Tendenz erkennen, ihr zumindest stellenweise zu glauben. Den „dringenden Tatverdacht“, weshalb K. weiter in Haft bleiben muss, stützen die drei Berufsrichter der Kammer neuerdings nämlich auch auf die Angaben der Ex-Geliebten.

Inhalt und Tonfall der Telefonate könnten im Widerspruch zur Aussage der 45-Jährigen stehen. Angeblich hat sie aus Angst um ihre Kinder so lange geschwiegen. Erst am dritten Verhandlungstag belastete die Frau aus Hannover den Angeklagten. Zuvor hatte sie monatelang versichert, zur Tatzeit in Bad Nenndorf gewesen zu sein.

In einem Telefonat sagt die Geliebte, dass sie Uwe K. regelmäßig treffen möchte. „Dies steht im extremen Widerspruch dazu, dass sie sich von ihm bedroht gefühlt haben will“, so Verteidiger Dirk Baumann. Zudem habe die Geliebte erklärt, sie sei unter Schock gewesen, als sie vom Tod von Ines K. erfahren habe. „Dies passt nicht dazu, dass sie die Tat beobachtet haben will“, so Baumann. Theoretisch können die Gespräche inszeniert gewesen sein, weil das Paar ahnte, dass die Polizei mithört. Einmal sprechen beide auch darüber, dass Telefone überwacht werden.

An einer Stelle fragt K. sinngemäß, warum er noch auf freiem Fuß ist, obwohl die Polizei ihn im Visier hat. Antwort der Geliebten: „Du hast nichts gemacht.“ Uwe K.: „Mann, die machen mich fertig.“ ly

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