Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Der Pilz-Park

180 neue Jobs möglich Der Pilz-Park

Der Geschäftsführer des Unternehmens Panbo, das eine Pilzzucht in Lauenau plant, hat einen durchaus gelungen Auftritt im Bürgerhaus gehabt.

Voriger Artikel
Pilz-Projekt auf dem Prüfstand
Nächster Artikel
Backstube statt Bauwagen

Ser Huibers mit einem der Behälter in denen die Pilze wachsen sollen.

Quelle: gus

Lauenau. Am Schluss gab es sogar Applaus für Ser Huibers, der zwischendurch mit humorvollen Einwürfen überraschte. Dennoch ließen die rund 80 Zuhörer keinen Zweifel daran, dass ihnen die Pilzpläne Magengrimmen bereiten.

Noch befindet sich das Projekt, das den Namen „Mushroom-Park Europe“ trägt, in einer frühen Phase. Es handelt sich um die erste Zuchtfarm dieser Art in Deutschland. Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke umriss den politischen Fahrplan: Es soll zunächst ein projektbezogener Bebauungsplan erstellt werden. Dabei werde auch festgehalten, welche Emissionen von der Pilzzucht ausgehen.

Die erste Beratung im Bauausschuss soll es im Januar geben. Dann wird auch die übliche Beteiligung der Öffentlichkeit angeschoben. Im Sommer könnte das Planungsverfahren abgeschlossen sein. Öffentliche Belange sind sowohl die Wirtschaftsentwicklung der Gemeinde, aber auch landschaftliche Aspekte seien zu berücksichtigen. „Wir befinden uns in der Kennlernphase“, ergänzte Gemeindedirektor Sven Janisch.

Die Gemeinde wird vom Büro Georg von Luckwald unterstützt. Das Landschaftsarchitektur-Unternehmen berät zahlreiche Schaumburger Kommunen im Zusammenhang mit Windparks, Regenrückhaltemaßnahmen und sonstigen Landschaftsprojekten. Ein Mitarbeiter verfolgte auch den Vortrag am Dienstag.

Panbo will ein neues Unternehmen mit Sitz in Lauenau gründen, unter dem die Seitlingzucht dann firmiert. Die Gemeinde würde deshalb Gewerbesteuer einstreichen. Zudem sollen 150 bis 180 Arbeitsplätze entstehen, darunter aber auch Teilzeitstellen. „Wir werden auf jeden Fall Leute aus der Gegend bevorzugen“, beantwortete Huibers eine Zuhörerfrage. Ob der Produktionsstandort nach der ersten Investition irgendwann erweitert wird, ließ der Niederländer offen.

Auf Nachfrage Nicole Wehners legte Huibers dar, dass das Substrat, auf dem die Pilze wachsen,  an Biogasanlagen geliefert werden könnte. Dies sei sogar von Vorteil gegenüber dem ausufernden Maisanbau. Weitere Bedenken betrafen die CO2-Produktion und den Energiebedarf des Betriebs, Huibers versuchte auch diese auszuräumen.
Die Verkehrssituation – danach wurde ebenfalls gefragt – wird Döpke zufolge nicht entscheidend beeinflusst. Zwar will Panbo täglich zwölf Tonnen Kräuterseitlinge ernten. Doch der Faktor Transport sei, verglichen mit dem Edeka-Lager, als gering einzuschätzen.

Eine Gefahr von Schäden für Fauna und Flora schloss Huibers aus. Die Seitlinge hätten keine Chance, sich „vor dem Verzehr“ (Huibers) beispielsweise an Bäumen oder anderen lebendigen Pflanzen festsetze, zumal weder Substrat noch Teile der Pilzernte auf dem sechs Hektar großen Firmengelände lagern sollen.  gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg