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Der Stolln soll ans Netz

Antrag auf EU-Förderung Der Stolln soll ans Netz

Der Feggendorfer Stolln soll ans Stromnetz angeschlossen werden. Der Ausschuss für Kultur, Umwelt und Wege des Fleckens Lauenau hat allerdings zunächst nur dafür gestimmt, Fördergeld aus dem EU-Leader-Programm zu beantragen. Denn die Kosten sollen bei 152.000 Euro liegen.

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Der Bergwerksbetrieb ist künftig auf bessere Stromversorgung angewiesen.

Quelle: pr

Feggendorf. Der Förderverein des Besucherbergwerks hatte den Antrag gestellt, die mittlerweile seit 15 Jahren betriebene museale Anlage ans öffentliche Stromnetz anzuschließen. Der Stolln stelle durchaus ein Touristenmagnet für den Flecken dar, betonte Vorsitzender Florian Garbe. Der Verein sei mittlerweile bundesweit vernetzt.

Im Jahr 2018 werde der Feggendorfer Stolln gar das bundesweit letzte Steinkohlebergwerk sein, dass noch fördern darf. Wenn auch nur zu Lehrzwecken, wie Garbe hinzufügte. Dennoch habe sich der Stolln weit über den ursprünglichen Status eines Kleinstbergwerks hinaus entwickelt.

Der Stromanschluss soll die beiden Dieselaggregate ersetzen, die derzeit speziell bei Großveranstaltungen laufen – und stören. Denn es gehe immenser Lärm von den Geräten aus, hinzu kommen Abgase. Und die Aggregate fressen viel Treibstoff, was dem Verein hohe Kosten beschert.

Zu allem Überfluss sind die Teile bereits recht alt. Und noch mehr spricht für den Stromanschluss: Damit ließe sich eine Installation betreiben, die bei Frost das Einfrieren der Sanitärleitungen unterbinden kann. Außerdem muss künftig dauerhaft ein Ventilator betrieben werden, um den Untertage-Bereich zu belüften, was die Dieselaggregate nahezu voll auslasten wird.

Bewerbung um Leader-Förderung

Das einzig realistische Angebot, das der Verein bei den Stromversorgern eingeholt hat, ist zugleich das teuerste. Der Verein kann die 152.000 Euro nie und nimmer aus eigener Tasche bezahlen, betonte Garbe. Er schlug vor, dass sich die Gemeinde um Zuschüsse aus dem Leader-Programm bewirbt und auch selbst finanziell in die Bresche springt.

So gut es geht, würde der Förderverein ebenfalls Geld aufbringen. Garbe zufolge hat ein Sponsor bereits angekündigt, sich in diesem Fall in größerem Umfang zu engagieren. Ferner rechnet der Vereinsvorsitzende mit weiteren Zuschussgebern, die auch in der Vergangenheit bereits Geld überwiesen hatten.

Der Anteil der Gemeinde würde selbst bei Leader-Förderung wohl bei 75.000 Euro liegen. „Das ist viel Geld“, konstatierte Mario Kowalik (SPD). Er forderte konkrete Zahlen zum Anteil, den Lauenau schultern soll. Garbe räumte ein: Er wünsche sich, dass die Gemeinde generell die gesamte Restsumme übernimmt. Der Verein würde aber über Sponsoren so viel Geld zusammenkratzen wie möglich, um den öffentlichen Anteil so klein zu halten, wie es geht. Auf diese Weise 25.000 Euro aufzutreiben, hielt Garbe für durchaus realistisch.

100.000 Euro investiert

Bürgermeister Wilfried Mundt unterstrich, dass der Verein bereits rund 100.000 Euro in den Stolln investiert hat, hinzu kämen unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. „Das ist nicht irgendein kleines Bergwerk nur für Lauenau. Das verdient erst einmal Anerkennung“, meinte Mundt. Er sagte aber auch: Ohne Leader-Geld sei die Finanzierung utopisch.

Sein Vorschlag lautete, dass zunächst der Leader-Antrag, der bereits bei der Verwaltung liegt, abgesandt wird. Anschließend sei das weitere Vorgehen abzustimmen. Herbert Zimmermann (CDU) riet dazu, die Rheinenergie AG zu bitten, Geld zu dem Projekt zuzuschießen. Rheinenergie habe die Abwicklung des Kohleabbaus zur Aufgabe. Auch die Universität Clausthal-Zellerfeld könne ein weiterer Geldgeber sein. Der Verein solle sich an diese Stellen wenden und um finanzielle Hilfe bitten.  gus

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