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Design und Nutzen miteinander verknüpfen

Seminartag Design und Nutzen miteinander verknüpfen

Hochschuldozenten, Unternehmer, Architekten, Designer und Studenten sind in Lauenau zu einem Seminartag über Gebäude-, Raum- und Möbelgestaltung zusammengekommen.

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Einige Seminarteilnehmer diskutieren, umgeben von den Objektmöbeln des Hauses Casala.

Quelle: gus

Lauenau. Gastgeber des „Universal Design Workshops“ war die Firma Casala, Organisator der Stadthäger Thomas Bade.

 Casala-Geschäftsführer Jürgen Schröder gab einen kurzen Einblick in die Firmengeschichte, welche bis ins Jahr 1917 zurückgeht. Aus der Firma Voss&Sasse wurde 1926 Casala, „um den ‚Lauenauer Stühlen‘ ein einprägsames Etikett zu verpassen“. Nach dem Niedergang des Unternehmens zur Jahrtausendwende erfolgte 2004 ein „mühsamer Neuanfang“, so Schröder.

 Es gebe „Brot- und Butterstühle“. Die „Butterstühle“ bringen Design-Preise ein, die „Brotstühle“ mit großer Absatzzahl das Geld. Gerade habe Casala einen Auftrag über 6000 Stühle für das Estrel-Hotel in Berlin – eines der größten Hotels in Europa – abgewickelt. Schröder erklärte – auf besonderen Wunsch Bades – auch die Verbindung Casalas zu Herbert Grönemeyer: Dessen Onkel Dietrich war einst Chef des Möbelherstellers gewesen.

 Bade ist Geschäftsführer der „Universal Design“ Service GmbH. Regelmäßig lädt der Stadthäger zu Workshops ein, deren Ziel es ist, Design und Nutzen miteinander zu verknüpfen. Generationen übergreifendes Wohnen spielte dabei in Lauenau ebenso eine Rolle wie Bezahlbarkeit von Wohnraum und Arbeitsplatzgestaltung. Und häufig stand die Frage im Fokus, wie Platznutzung, Design und Produktion sinnvoll miteinander verknüpft werden können.

 Das Netzwerk, das sich über Jahre gebildet hat und an unterschiedlichen Orten in Deutschland zusammenkommt, besteht bewusst aus Vertretern von Hochschulen und Unternehmen sowie aus freischaffenden Designern. Auf diese Weise sollen sowohl Ästhetik und Funktionalität aber auch finanzielle Machbarkeit mit einbezogen werden. Auch die Teilnahme von Studenten ist durchaus gewollt, wie Bade betonte.

 Nach kurzen Referaten begaben sich die Teilnehmer in unterschiedliche Arbeitsgruppen, um einzelne Themen zu vertiefen. Am Abend wurden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Doch abgeschlossen ist das Projekt damit nicht – es wird weitere Treffen geben. Neue Impulse nahmen die Mitwirkenden aber allemal aus Lauenau mit. gus

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