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Lauenau Deutsch-afrikanische Symbiose
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10:09 12.07.2016
Die jungen Schauspieler glänzen auch mit gut einstudierten Choreografien. Quelle: Huppert
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LAUENAU

Der Austausch mit dem südafrikanischen Kirchenkreis wird alle zwei Jahre von der „Internationalen Jugendbegegnung“ des Evangelischen Jugenddienstes Hameln-Pyrmont veranstaltet. Der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont hat diese Partnerschaft 2002 vom Kirchenkreis Springe übernommen. Vor 25 Jahren war der Partnerschaftsvertrag in Pohle unterzeichnet worden, 2003 flog das erste Mal eine Delegation nach Südafrika, um sich gemeinsam über den evangelisch-lutherischen Glauben und die Kulturen auszutauschen.

Zehn afrikanische Jugendliche waren in diesem Jahr drei Wochen lang nach Hameln gekommen. In einem gemeinsamen Projekt wurde dabei unter der Leitung von Peggy Zawilla, Johanna Abend und Claudia Seefeld das englischsprachige Theaterstück vorbereitet.

Lebensgeschichten

In dem Stück, das die Jugendlichen nach einer Vorlage selbst bearbeitet haben, geht es um die gemeinsame Vorbereitung eines Gesangswettbewerbs, an dem Erstsemester beider Länder teilnehmen. Dabei erzählen sich die Jugendlichen die Geschichte ihres Lebens. Zawilla: „Das sind die Schicksale von sieben Jugendlichen: Da sind die Tänzerin, die viel zu früh ein Baby bekam, zwei Jugendliche, die ihre Eltern verloren haben, ein junger Mann, der sich aus Angst vor der Gewalt in seinem Elternhaus unter seine Kopfhörer flüchtet, eine junge Frau, die niemanden zum Reden hat, und ein Mädchen aus reichem Elternhaus, deren Eltern aber weder Zeit noch Liebe für sie haben.“

Zwei Wochen Vorbereitung genügten, um eine respektable schauspielerische Leistung auf die Bühne zu bringen. Angeleitet von Zawilla, die im Hauptberuf beim Kirchenkreis für den Bundesfreiwilligendienst zuständig ist, gelingt es den jugendlichen Akteuren nicht nur, die Schwierigkeiten der englischen Sprache nahezu perfekt zu meistern, sondern zudem durch intensives Spiel die ganz unterschiedlichen Problemlagen deutscher und afrikanischer Jugendlicher zu verdeutlichen.

„The Perfect Pitch“ ist aber auch Musiktheater. Und da es um einen Gesang- und Musikwettbewerb geht, können die afrikanischen Gäste ihr angeborenes Rhythmusgefühl zur Freunde der Zuschauer voll und ganz ausspielen. Huppert

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