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EU-Geld für Zechenhaus erwartet

Feggendorf / Förderverein EU-Geld für Zechenhaus erwartet

Die bisherige Arbeitsgruppe Bergbau im Lauenauer Heimat- und Museumsverein sowie ihr vor Jahren bereits gebildeter „Förderverein Feggendorfer Stolln“ sehen bald ihren großen Wunsch erfüllt. Spätestens im Sommer kann der Bau eines Zechenhauses beginnen.

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Diese Fotomontage zeigt bereits das künftige Zechenhaus am Eingang zum „Feggendorfer Stollen“: Deutlich ist die erhöhte Waschkaue mit den sie umgebenden Betriebsräumen zu erkennen. © nah

Feggendorf (nah). Ein Zuschuss aus „Leader“-Mitteln der Europäischen Union ist bereits angekündigt. „Wir warten nur noch auf den Bescheid“, freute sich Betriebsleiter Florian Garbe in der Jahresversammlung der Förderergemeinschaft. Auch im Lauenauer Ausschuss für Jugend, Kultur, Umweltschutz und Wege herrschte große Zuversicht.

Für den baldigen Start sind alle Weichen gestellt. Der stellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke berichtete den Kommunalpolitikern, dass die Genehmigungsfähigkeit der Baupläne geprüft worden sei. Garbe hat seinen Anteil bereits für die notwendigen Ausschreibungsunterlagen geleistet.

Auch auf dem Zechenvorplatz sind erste Maßnahmen getroffen worden. Mehrere Bäume wurden gefällt, um Platz für das Gebäude zu schaffen, das auf Teilen der Grundmauern der früheren Waschkaue entstehen soll. Leider mussten mehr Buchen beseitigt werden als ursprünglich geplant. Revierförster Ralph Weidner hatte deren Erkrankungen im Innern des Stamms erkannt. Ein starker Sturm hätte das neue Haus bedrohen können.

Inzwischen sind die Aufräumarbeiten abgeschlossen. Etliche Kubikmeter Zweige und Äste waren wegzuräumen. Das Stammholz wurde mit Spezialfahrzeugen abtransportiert.

Das künftige Zechenhaus ist mit einer Nutzfläche von 70 Quadratmetern wesentlich kleiner als das frühere Betriebsgebäude. In seiner Mitte erhebt sich der etwas erhöhte Umkleidebereich. Dieser wird umgeben von einem Sanitätsraum, Toiletten, Werkstatt und Lager. Der Rohbau wird mit Holzständern erstellt; Lärchenbretter bilden die Außenwände. Es wird keinen Strom und kein Trinkwasser geben. Brauchwasser für die Toiletten liefert ein Brunnen. Abwässer werden in ein regelmäßig zu leerendes Kammersystem geleitet.

Zu den Gesamtkosten von 94.000 Euro steuert die EU 40.000 Euro bei. 34.000 Euro leistet der Flecken Lauenau. Jeweils 10.000 Euro entfallen auf den Landkreis sowie auf die Bergleute selbst, die sich mit Eigenleistungen einbringen wollen.

Der „Leader“-Zuschuss ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass der „Stolln“ inzwischen eine überregionale touristische Bedeutung besitzt. Seit rund zehn Jahren wird die bis 1950 ausgebeutete Kohlezeche von den ehrenamtlichen Helfern saniert und betreut. Sonntags sind während der Sommermonate Führungen möglich, die inzwischen bis zur sogenannten „Hauptstrecke“ führen, die in einer Entfernung von etwa hundert Metern hinter dem Stolleneingang etliche der früher vielen Kleinzechen untereinander verbunden hat.

Teile dieses breiten und ungewöhnlich hohen Hauptstollens werden derzeit für Besucher weiter zugänglich gemacht. Daneben gibt es einen nur mit Schutzkleidung begehbaren Rundweg, der über eine Leiter durch ein Kohleflöz führt und an einer sogenannten „Wetterrösche“ wieder das Tageslicht erreicht.

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