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Edeka-Techniker (48) außer Lebensgefahr

Lauenau / Arbeitsunfall Edeka-Techniker (48) außer Lebensgefahr

Nach dem schweren Arbeitsunfall im Hochregalbereich des Regionallagers der Edeka Minden-Hannover arbeiten die Behörden fieberhaft an der Aufklärung des Unfallhergangs.

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Feuerwehrmänner rüsteten sich für die Arbeit im Hochregallager mit Höhenrettungsgeschirr aus. 

Quelle: on

Von Oliver Nowak

Lauenau. Bei dem Unglück am Montagabend wurde ein 48-jähriger Techniker so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen werden musste (wir berichteten).

Bezüglich des Gesundheitszustandes des Mannes gab die Hochschule am Dienstag Entwarnung, teilte Jörg Rospunt, stellvertretender Leiter der zuständigen Gewerbeaufsicht Hildesheim, mit. „Der Mann ist außer Lebensgefahr“, sagte er auf Anfrage. Wie schwer der 48-Jährige jedoch verletzt ist, wisse er nicht. Bleibende Schäden am Gehirn, aufgrund des minutenlangen Sauerstoffmangels durch die Strangulation des Opfers, könne er zurzeit nicht ausschließen. Zudem habe der Edeka-Techniker bei dem Arbeitsunfall einen Schlag auf den Hinterkopf unweit des Genicks bekommen.

Zurzeit gehe das Gewerbeaufsichtsamt von einer unglücklichen Verkettung mehrerer Umstände aus. Mutmaßlich sei menschliches Versagen Grund für den Unfall, in Details könne für die Schwere des Unfalls auch technisches Versagen nicht ausgeschlossen werden.

Fest stehe, dass das 48-jährige Opfer in fünf bis sechs Meter Höhe ein Rolltor repariert habe. Dafür war der Mann mit einem Gurtgeschirr am Körper über ein Seil an der Decke der Lagerhalle gesichert gewesen. Als der Techniker mit dem Arbeitsfahrstuhl nach unten fahren wollte, vergaß dieser offensichtlich, sich von dem Sicherungsseil abzukoppeln. Sobald der Mann auf den Bedienknopf für die Abwärtsfahrt gedrückt hatte, sei er durch die Sicherung ruckartig nach oben gegen das Fahrstuhldach gezogen worden.

Dabei erlitt der Mann den Schlag auf den Hinterkopf und verhedderte sich mit seinem Hals in dem Sicherungsseil. Durch die Abwärtsfahrt zog sich das Seil um seinen Hals zu, bevor der Fahrstuhl automatisch gestoppt wurde. „In der Regel beendet die sogenannte Abschalt-Automatik eine Maschine, wenn das Bedienpersonal sie nicht mehr selbst steuert“, sagt Rospunt. Allerdings stehe nicht genau fest, ob diese Sicherung den Vorgaben entsprechend funktionierte. Ein extra aus Würzburg angereister Fachmann habe gestern zusammen mit zwei Mitarbeitern der Gewerbeaufsicht den Fahrstuhl unter die Lupe genommen.

„Oft lässt man reflexartig auch nicht sofort den Schalter los, wenn man plötzlich nach oben gezogen wird“, mutmaßt Rospunt.
Weitere Untersuchungen des Gewerbeaufsichtsamtes sollen klären, ob die sogenannte Gefährdungsbeurteilung – ein Schriftstück über Sicherheitsmaßnahmen und die einzelnen Sicherheitsvorkehrungen bei diesen Arbeiten – der Edeka Minden-Hannover vollständig war.

Nach Prüfung des Unfallvorganges durch externe Gutachter erwartet Rospunt weitere Erkenntnisse am Donnerstag. Wann der Unfall vollständig aufgeklärt ist, steht noch nicht fest.

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