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Lauenau Ein Auto rollt für die „Bürgerhilfe“
Schaumburg Rodenberg Lauenau Ein Auto rollt für die „Bürgerhilfe“
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18:02 13.02.2011
Die „Bürgerhilfe“ steht nicht allein: Margit Mesenbrink (rechts) und Gabi Kirchhoff (links) freuen sich über Unterstützung durch Jatinder Kumar (von rechts), Gabriele Prasse und Ralf Staaks. Quelle: nah

Lauenau (nah). Während der Verein unverändert von Supermärkten und Bäckereien mit frischer Ware und Überkapazitäten versorgt wird, spricht sich das Engagement des Vereins offenbar immer mehr herum – und erhält flankierende Hilfe. So hat Friseurmeisterin Gabriele Prasse, die in direkter Nachbarschaft einen Salon betreibt, per Aushang Rabatte für Haarschnitt und –pflege von Nutznießern der Lauenauer Lebensmittelausgabe angekündigt.

Noch weiter geht Optikermeister Ralf Staaks nach einem konkreten Beispiel. Eine Frau hatte dank des Engagements der „Bürgerhilfe“ endlich etwas Geld für eine neue Brille sparen können. Nun ging sie zu dem Sehhilfe-Experten – und musste nicht einmal dort etwas bezahlen. Staaks schenkte ihr Gestell und Gläser: „Wer Arbeit finden will, muss auch gut sehen können“, begründete er die spontane Unterstützung. Inzwischen hat er ein Versprechen abgegeben: Kunden der Lauenauer „Bürgerhilfe“ dürfen sich mit entsprechender Bescheinigung an ihn wenden. Im Rahmen eines bestimmten Kontingents kann er weiteren Bedürftigen mit einer Brille helfen.

Richtig gerührt waren die Vorstandsmitglieder, als Schüler des Nenndorfer Gymnasiums 120 Euro in hübscher Verpackung vorbeibrachten. Das Geld stammt aus dem Erlös der dortigen „Buddyteria“, die die Schüler schon seit Jahren betreiben und mit deren Überschüssen sie soziale Projekte unterstützen.

Auch eine nagelneue Kühl-Gefrierkombination konnte aufgestellt werden. Dafür hatte sich die Geschäftsführerin des Baumarkts „Hellweg“ in Bad Nenndorf, Katharina Hermann, eingesetzt.

Am meisten aber freute sich Mesenbrink, dass das andauernde Transportproblem gelöst werden konnte. Wie berichtet, hatte sich die „Bürgerhilfe“ an hiesige Unternehmen gewandt, einmal in der Woche ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Das Angebot kam aus Hülsede: Der Inhaber der Firma „Eurodrive“, Jatinder Kumar, der schon wiederholt für den Verein gefahren ist, lässt nun auf Dauer sein Auto bei Bedarf rollen.

Noch trägt der weiße Kastenwagen keine Aufschrift. Schon bald aber soll darauf Reklame regionaler Unternehmen zu sehen sein – als Zeichen für die immer zahlreicher werdende Unterstützung des noch jungen Vereins.