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Endlich Start für das Zechenhaus

Feggendorf / Bauarbeiten am Stolln Endlich Start für das Zechenhaus

Genau 60 Jahre nach dem Ende der Kohlenförderung und 95 Jahre nach dem Bau der ersten Betriebsgebäude entsteht ein neues Zechenhaus am Feggendorfer Stolln. Nach mehr als einjährigem Antrags- und Genehmigungsverfahren darf der Flecken Lauenau den vom Förderverein seit Jahren gewünschten Bau errichten. Die Freude steht dessen Vorsitzendem Florian Garbe ins Gesicht geschrieben.

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Auf den Fundamenten des 1917 errichteten Betriebsgebäudes entsteht das neue Zechenhaus. Die Bodenplatte ist bereits gegossen.

Quelle: nah

Feggendorf (nah). Zuletzt gaben nur noch Fundamentreste Zeugnis von einer Waschkaue und einer Werkstatt auf dem ehemaligen Betriebsgelände. Seitdem vor rund zehn Jahren die frühere im Lauenauer Heimat- und Museumsverein integrierte und sich später verselbstständigte Arbeitsgruppe mit der Sanierung des alten Stollens begann, um ihn kleinen Besuchergruppen zu erschließen, standen nur ein Bauwagen und ein Container für Utensilien und Aufenthalt zur Verfügung.
Indem aber der „Feggendorfer Stolln“ als besonderes touristisches Ziel des Schaumburger Lands Anerkennung fand, wuchs die Chance, neben der inzwischen auf einer Länge von 400 Metern begehbaren Kleinzeche den Besuchern auch die Übertage-Einrichtungen zeigen zu können. Das mit einer Grundfläche von rund hundert Quadratmetern vorgesehene Gebäude in Holzständerbauweise soll eine Umkleidemöglichkeit, Mannschafts- und Sanitätsraum, Werkstatt und Sanitäranlagen aufnehmen. „Alles authentisch“, hat sich Garbe vorgenommen. In seinem Privathaus sowie in denen anderer Mitglieder stapeln sich bereits etliche historische Einrichtungsgegenstände bis hin zu alten Bänken und Emailschildern.
„Unsere Gäste sollen Bergmann spielen können“, sieht der auch im Hauptberuf im Bergbau tätige Vorsitzende das Ziel. Und das beginnt eben mit dem bis unter die sechs Meter hohe Decke zu ziehenden Kauenhaken, an dem die Jacke mit einem schützenden Kittel getauscht wird. In der Lampenstube stehen Geleucht und Helm zur Verfügung.
Bis zum Beginn der neuen Saison im April 2013 soll das Gebäude fertig sein. Noch vor dem Wintereinbruch hofft Garbe auf die Arbeit der Zimmerleute an Wänden und Dach, sodass der Förderverein selbst den Innenausbau besorgen kann. „Da ist eine Menge zu tun“, weiß er, „die Arbeit im Stollen wird darunter wohl leiden“.
Jetzt steht er auf dem gerade gegossenen Fundament und hält etwas ratlos die große Metallröhre in der Hand: „Eigentlich wollten wir zur Grundsteinlegung einladen, aber dann ging alles ganz schnell.“ Die Bodenplatte einfach aufbohren will er auch nicht: Vielleicht steckt die Hülse bald für jedermann sichtbar hinter schützendem Glas in einer Wand.

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