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Ex-Geliebte ist keine Brandstifterin

Mordprozess Ex-Geliebte ist keine Brandstifterin

Mit dem Brand in einem hannoverschen Wohnungsbordell hat die frühere Geliebte des mordverdächtigen Lauenauers Uwe K. offenbar nichts zu tun. Wie die Pressestelle des Landgerichts in Bückeburg auf Anfrage erklärt, wird in dieser Sache gegen eine andere Frau ermittelt.

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In dem Haus am Lauenauer ZOB wurde am 27. Mai ein Mord begangen. Das Gericht versucht seit Wochen – unter anderem mit einem Ortstermin –, den Schuldigen zu ermitteln.

Quelle: SN-Archiv

Lauenau/Bückeburg. Im Mordprozess gegen K. hatten dessen Verteidiger beantragt, die Ermittlungsakte aus Hannover beizuziehen. Das ist zwischenzeitlich passiert. In der Akte steht jedoch ein anderer Name. Verteidiger Dirk Baumann hatte die Vermutung geäußert, dass ein Zusammenhang zwischen dem Mordverfahren und der mutmaßlichen Brandstiftung besteht. Er traut der Ex-Geliebten (43) zu, im Bordell aus Rache Feuer gelegt zu haben, weil dort eine 32-Jährige arbeitet, mit der K. zeitgleich eine Affäre hatte.

Haarsträhne gestohlen

Baumann unterstellt der 43-Jährigen außerdem, an einem Einbruch in das Haus von K. beteiligt gewesen zu sein. Zu der Zeit saß der Handwerksmeister bereits in Untersuchungshaft. Die 32-jährige Prostituierte aus Hannover war bei ihm als Haushaltshilfe beschäftigt, am Tag des Einbruchs allerdings nicht im Haus. Gestohlen wurde unter anderem eine Haarsträhne ihrer Tochter.

Unterdessen hat die Verteidigung zum zweiten Mal versucht, Oberstaatsanwalt Frank Hirt aus dem Verfahren zu drängen. Nach eigenen Angaben haben die Anwälte sogar „eine Strafanzeige gefertigt – aber nicht eingereicht“. Baumann: „Wir wollen es nicht auf die Spitze treiben.“

Hirt wird von der Verteidigung „Strafvereitelung im Amt“ unterstellt. Hintergrund ist, dass die Behörde nach einer Strafanzeige von K. zwar ein Verfahren gegen dessen Ex-Geliebte eingeleitet hat, für neue Ermittlungen jedoch keine Anhaltspunkte sieht. Dabei wollen beide Verteidiger in den Aussagen der Frau reihenweise Widersprüche entdeckt haben. Ob die Staatsanwaltschaft deswegen Maßnahmen eingeleitet hat, will Hirt jedoch nicht offenlegen. Das ist der Grund für den erneuten Befangenheitsantrag. Ein erster Antrag war abgelehnt worden.

Mord und Meineid

Als Reaktion auf deren belastende Aussage vor dem Bückeburger Schwurgericht hatte Uwe K. seine Ex-Geliebte angezeigt, unter anderem wegen Mordes und Meineids. Aus einem Versteck im Zwischentrakt des Gebäudes will die 43-Jährige am 27. Mai 2015 beobachtet haben, wie K. seine Frau Ines tötete. Anfangs hatte die Zeugin behauptet, zur Tatzeit in Bad Nenndorf gewesen zu sein.

Oberstaatsanwalt Hirt ist von der Schuld des Angeklagten überzeugt und hat mehrere Beweisanträge gestellt. Einer sieht vor, abgehörte Telefongespräche vorzuspielen, die Uwe K. mit der 43-Jährigen geführt hat. So unterhält sich das Paar darüber, dass K. am Tag der Tat um 6 Uhr früh im Internet nach der Nummer eines Krankenwagens gesucht hatte. Ermordet worden war Ines K. erst gegen Mittag.

Auf die Frage der Geliebten, „wo man morgens um sechs einen Krankenwagen herkriegt“, soll K. zunächst nicht geantwortet haben. Hirt hält es für „unwahrscheinlich, dass ihm der Grund für seine Suche nicht mehr in Erinnerung war“. Vielmehr geht er davon aus, dass K. die Tat geplant hat und die Nummer bereithalten wollte.  ly

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