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Flüchtlingskreis will Treffpunkt schaffen

Lauenau Flüchtlingskreis will Treffpunkt schaffen

Gut 40 Interessierte haben am ersten „Runden Tisch Flüchtlingshilfe“ in Lauenau teilgenommen. Die Organisatoren, Sigrid Grumblies und Norbert Bruhne, waren ebenso begeistert von dieser Resonanz wie Verwaltungschef Georg Hudalla.

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Lauenau. Als erster Schritt wurden Adressen potenzieller Helfer gesammelt, um das bestehende Netzwerk auszuweiten und Arbeitsgruppen zu gründen.

Ziel ist es, Ansprechpartner festzulegen, die Asylbewerber im Flecken willkommen heißen und sie beim Einleben unterstützen. Auch wenn die Awo ihre Arbeit „sicherlich gut macht“ hapere es nach Worten von Grumblies an vielen Dingen. Dabei leben im Flecken momentan erst eine dreiköpfige Flüchtlingsfamilie und drei minderjährige, unbegleitete Asylbewerber. Wie viele in den nächsten Wochen noch hinzukommen, mochte Samtgemeindebürgermeister Hudalla nicht exakt beziffern. Lege man die Zwei-Prozent-Quote zugrunde, die für Kommunen jetzt gilt, müsste Lauenau gut 80 Flüchtlinge aufnehmen.

Wohnraum ist Hudalla zufolge derzeit kein Problem. Es stehen ausreichend private Wohnungen zur Verfügung, die der Landkreis für die Unterbringung von Asylbewerbern anmieten kann.

Für die konkrete Arbeit mit den Flüchtlingen kam die Idee auf, das Modell Café International aus Nenndorf/Rodenberg zu kopieren. Thomas Berger riet dazu, sich mit dortigen Flüchtlingshelfern auszutauschen, um Anfängerfehler, die denen möglicherweise unterlaufen sind, nicht zu wiederholen. Hilfreich sei zudem ein Justiziar, der in Rechtsfragen berät. Das ging Verwaltungsmitarbeiter Jürgen Peter zu weit, weil dies in die Zuständigkeit der Awo eingreife.

Unternehmer sollen Praktikumsplätze anbieten

Dennoch wurde deutlich, dass speziell bei Haftungs- und Sicherheitsfragen viel Unwissen vorherrscht. Nicole Bruns betonte: Einzelfälle können später in dem vergrößerten Helfernetzwerk erörtert werden. Um die Ausweitung dieses Netzes gehe es jetzt erst einmal. Grumblies fungiert darin als Koordinatorin. Bei vielen Alltagsproblemen könne die Awo Klarheit schaffen, hieß es.

Fürs Übersetzen greifen die Flüchtlingshelfer auch jetzt schon auf Dolmetscher im Ort zurück. Ein Zuhörer bot an, weitere Kurdisch sprechende Bekannte dazu zu bitten. Roswitha Blume regte an, Unternehmer im Ort zu suchen, die junge Flüchtlinge für einen Tag, eine Woche oder länger als Praktikanten aufnehmen.

Ein wichtiges Anliegen war das Schaffen eines Treffpunktes, wo Flüchtlinge und Helfer zusammenkommen können. Dafür bot Thomas Ritter das Kesselhaus an, erhielt das Düvelhaus aber für geeigneter. Dies wiederum könnte zu klein sein, meinte Bruhne. Die Frage blieb offen. gus

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