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Gebet mit Gebell

Tiersegnung Gebet mit Gebell

Stimmungsvolle Momente auf dem Gelände der katholischen St. Markus-Kirche in Lauenau. Die allmählich untergehende Sonne spendet ein mildes Licht. Eine Handvoll Christen hat auf Stühlen Platz genommen. Das Keyboard erklingt; Lieder werden gesungen.

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Diakon Günter Fichte segnet den Neufundländer Balu.

Quelle: nah

Lauenau. In die Gebete mischt sich Gebell: Auch Hunde sitzen vor dem katholischen Diakon Günter Fichte. Er will nach eigenen Worten an diesem Abend eine neue Tradition beginnen.

Denn die beiden großen christlichen Kirchen feiern einen „Schöpfungstag“. Hintergrund ist der oft sorglose Umgang mit den Ressourcen der Natur. Gottes Werk scheint durch Menschenhand in Gefahr zu geraten. Fichte hat eine bewusste Auswahl an Texten und Melodien getroffen. Das Motto des Schöpfungstags – „Soweit Himmel und Erde ist“ – findet sich im Psalm 148 wieder. Eine bald darauf gesungene Liedstrophe beschreibt den Lobpreis Gottes durch die „Tiere des Feldes und der Vögel der Lüfte“.

Dann greift der Diakon zum Weihwasser und segnet Dackel und Scotch-Terrier sowie den großen Neufundländer Balu, der den Mann im weißen Talar durchaus etwas misstrauisch anblickt. „Segen ist auch ein Zeichen der Zuneigung“, betont Fichte und wendet sich damit auch den Jugendlichen zu, die in Ermangelung eines lebendigen Hundes allerlei Kuscheltiere mitgebracht haben.

Fürbitten für Vierbeiner

Die stummen Lieblinge bekommen ebenfalls ein paar Spritzer ab. Auch Fürbitten werden gehalten. Während in üblichen Gottesdiensten für die Menschen gebetet wird, stehen diesmal die Tiere im Mittelpunkt – weil sie verwahrlost, gequält, ausgesetzt oder auf unzumutbar langen Fahrten zum Schlachthof gebracht werden.

Die friedvollen Worte haben offenbar auch Wirkung auf die Hunde. Nur noch manchmal knurrt ein Rüde einen vermeintlichen Konkurrenten an. Anderswo sorgt ein Leckerli oder Herrchens Handbewegung für Beruhigung. Nur der viel zu spät kommende kleine Vierbeiner samt Frauchen wird von etlichen braunen Augenpaaren gemustert. Fast schon ein wenig vorwurfsvoll, stand doch eigentlich bereits der Schlussegen an. nah

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